Simbabwes Vizepräsident und möglicher Mugabe-Nachfolger entlassen

    6. November 2017, 17:11
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    Wegen Anzeichen von "Illoyalität, Respektlosigkeit, Verlogenheit und Unzuverlässigkeit"

    Harare – Der Vizepräsident von Simbabwe und mögliche Nachfolger des Langzeitpräsidenten Robert Mugabe ist entlassen worden. Emmerson Mnangagwa sei gefeuert worden, weil er immer wieder Anzeichen von "Illoyalität, Respektlosigkeit, Verlogenheit und Unzuverlässigkeit" gezeigt habe, sagte Informationsminister Simon Khaya Moyo am Montag.

    Mnangagwa galt bisher als ein möglicher Nachfolger Mugabes und größter politischer Rivale von dessen Frau Grace, die sich auch darum bemüht, ihrem Gatten an der Staatsspitze zu folgen.

    Mugabe für Wahl 2018 als Kandidat bestätigt

    Der inzwischen 93-jährige Mugabe regiert das Land im südlichen Afrika seit 1980 mit harter Hand, Opposition und Meinungsfreiheit werden gegängelt. Trotz einer Stagnation der Wirtschaft und wachsender Unzufriedenheit wurde er als Kandidat der Regierungspartei für die Wahl 2018 bestätigt. Allerdings ist unklar, wie es nach Mugabes Präsidentschaft weitergeht. (APA, 6.11.2017)

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