Austria nach 1:3 gegen Mattersburg zurück am Boden

5. November 2017, 15:51
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Die Wiener kassieren nach dem Triumph in der Europa League bereits die fünfte Saisonniederlage

Wien – Nur drei Tage nach dem 4:1-Europa-League-Triumph bei HNK Rijeka hat die Wiener Austria in der Fußball-Bundesliga einen schweren Dämpfer erlitten. Der Vizemeister kassierte am Sonntagnachmittag in der 14. Runde eine 1:3-(1:0)-Heimniederlage gegen den Vorletzten SV Mattersburg, der damit vorerst acht Punkte vor Schlusslicht SKN St. Pölten (ab 16.30 zu Hause gegen Salzburg) lag.

Kevin Friesenbichler erzielte zwar in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Führung für die Austria (45+2.). Doch Michael Perlak (53.) sowie die nach der Pause eingewechselten Masaya Okugawa (79.) und Smail Prevljak (81./Freistoß) sorgten dafür, dass der Vizemeister in der Liga nun schon vier Spiele sieglos ist und einen Zähler hinter Aufsteiger LASK auf Platz fünf zurückfiel. Auf den drittplatzierten Erzrivalen Rapid fehlen bereits sieben Zähler, auf Tabellenführer Sturm sogar 13.

Das Ende einer Serie

Dabei galt Mattersburg als Lieblingsgegner der Favoritner, die zuvor 14-mal (13 Siege, 1 Remis) en suite gegen die Burgenländer ungeschlagen geblieben waren. Für die Gäste war es im 50. Duell der beiden Clubs der erste Erfolg über die Austria seit dem 2:0-Heimsieg am 20. März 2012. Die Wiener prolongierten damit ihre Heimschwäche in dieser Saison, halten nach sieben Spielen im Prater-Oval weiter nur bei drei Siegen.

Austria-Trainer Thorsten Fink vertraute im Heimspiel vor nur 5.892 Zuschauern im Happel-Stadion derselben Startelf wie gegen Rijeka. Die Gastgeber bestimmten in der ersten Hälfte zwar die Partie, doch die Mattersburger sorgten mehrmals für Gefahr und hätten auch in der 25. Minute in Führung gehen müssen, als Stefan Maierhofer nach einem kurz abgewehrten Schuss von Markus Pink zur vermeintlichen Führung der Burgenländer abstaubte. Doch das Tor wurde fälschlicherweise wegen Abseits nicht anerkannt.

Auf der Gegenseite war Tormann Markus Kuster bei einem abgefälschten Schuss von Petar Gluhakovic voll gefordert, um den Ball noch über die Latte zu drehen (34.). Außerdem knallte ein direkter Eckball von Austria-Kapitän Raphael Holzhauser an die Stange (43.). Die Führung resultierte aus einem Freistoß von Holzhauser, bei dem der Gegner schlief, wodurch Friesenbichler völlig frei zum Kopfball kam.

Drei Tore nach der Pause

Doch Mattersburg ließ sich davon nicht beirren und erzielte bereits in der 53. Minute den Ausgleich, bei dem die Austria-Abwehr extrem schlecht aussah. So konnte Pink im Strafraum Perlak bedienen – und der ließ Austria-Schlussmann Patrick Pentz nicht den Funken einer Chance. Nur zwei Minuten später hatte Holzhauser das 2:1 auf den Fuß, doch sein Volley wurde gerade noch von Alois Höller ins Torout abgefälscht.

Die Mattersburger nutzten dagegen ihre Chancen eiskalt aus. Der Japaner Okugawa, der erst in der 76. Minute für Pink gekommen war, ließ auf der rechten Seite Liga-Debütant Marko Pejic aussteigen und schloss sein Solo mit einem perfekten Schuss ins lange Eck ab. Nur zwei Minuten später schlug es erneut im Austria-Gehäuse ein: Ein Freistoß von Prevljak aus rund 30 Metern landete via Innenstange im Netz, womit die Partie entschieden war. Die Austria verbuchte im Finish noch eine Chance von Ibrahim Alhassan, der an Kuster scheiterte (89.). (APA, 5.11. 2017)

Bundesliga, 14. Runde:

Austria Wien – SV Mattersburg 1:3 (1:0). Wien, Ernst-Happel-Stadion, 5.892 Zuschauer, SR Gishamer.

Tore: 1:0 (45.+2) Friesenbichler, 1:1 (53.) Perlak, 1:2 (79.) Okugawa, 1:3 (81.) Prevljak (Freistoß)

Austria: Pentz – Gluhakovic, Kadiri, Westermann, Salamon (46. Pejic) – Serbest, Holzhauser (80. Monschein) – Tajouri, Prokop (62. Alhassan), Pires – Friesenbichler

Mattersburg: Kuster – Höller, Malic, Mahrer, Rath – Jano, Erhardt – Pink (76. Okugawa), Perlak, Renner (26. Gruber) – Maierhofer (46. Prevljak)

Gelbe Karten: Alhassan, Tajouri, Pires, Gluhakovic bzw. Prevljak

Stimmen:

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Wenn man an sich glaubt, die Chancen nutzt und auch zweikampfstark ist, haben sie verdient 3:1 gewonnen. Fußballerisch hat meine Mannschaft nicht schlecht gespielt. Wir haben viel Ballbesitz gehabt und viele Flanken geschlagen. Wir haben viel getan, um Tore zu schießen, aber final haben wir das nicht geschafft. Wir müssen schauen, dass wir in den zwei Wochen gut regenerieren und dann eine Serie starten."

Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): "Wir sind sehr froh, gegen einen Topclub in Österreich drei Punkte geholt zu haben, in einer Situation, in der wir nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen. Wir haben phasenweise sehr gut gespielt und nicht unverdient gewonnen. Wir haben den Matchplan mit unseren Mitteln wirklich sehr gut umgesetzt."

  • Der SVM drehte das Match gegen die Austria in der zweiten Halbzeit.
    foto: apa/neubauer

    Der SVM drehte das Match gegen die Austria in der zweiten Halbzeit.

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