Torloses Remis zwischen Admira und WAC

4. November 2017, 20:41
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Drei Glanzparaden von Admira-Tormann Leitner – Zweiter Auswärtspunkt für Wolfsberg

Maria Enzersdorf/Ma. Enzersdorf – Nach dem Fußball-Bundesliga-Schlager Sturm gegen Rapid hat am Samstagabend auch das Duell der Admira mit dem Wolfsberger AC ein torloses Remis gebracht. Die Niederösterreicher fielen damit auf Platz sechs zurück, die achtplatzierten Kärntner liegen nach ihrem erst zweiten Auswärtszähler in dieser Saison zehn Punkte vor dem Schlusslicht St. Pölten, das am Sonntag Meister Salzburg zu Gast hat.

Die Admira bestimmte vor nur 1.558 Zuschauern in der BFSZ-Arena in Maria Enzersdorf über weite Strecken das Spiel, scheiterte aber entweder am eigenen Unvermögen oder an WAC-Schlussmann Leitner. Vor allem der quirlige Marin Jakolis sorgte immer wieder für Gefahr (8./drüber, 29./Kofler-Abwehr, 33.).

Topchance

Nach 35 Minuten erwachte dann erstmals kurzzeitig der WAC und hatte zwei Topchancen: Zunächst prüfte Ex-Admira-Stürmer Issiaka Ouedraogo Tormann Andreas Leitner, der mit einem Reflex das 0:1 verhinderte (36.). Nur eine Minute später stürmte dann Mihret Topcagic alleine aufs Gehäuse der Südstädter und fand ebenfalls in Leitner seinen Meister.

Nach dem Wechsel waren Topchancen Mangelware, allerdings wurde der Admira ein klarer Foulelfmeter vorenthalten: Nemanja Rnic rempelte im Strafraum mittels "Bodycheck" Admira-Stürmer Lukas Grozurek um, doch die Pfeife von Schiedsrichter Gerhard Grobelnik blieb stumm (58.) – ebenso sechs Minuten später, als Thomas Zündel Admira-Linksverteidiger Thomas Ebner im Sechzehner zur Fall brachte.

Verzogen

Im Finish vergab der erst in der 82. Minute eingewechselte Dever Orgill gleich zwei Hundertprozentige für die Gäste: Zunächst schoss der Jamaikaner knapp am Tor vorbei, ehe er nur wenige Sekunden später im Duell mit Kofler den Kürzeren zog (88.).

So blieb es beim 0:0. Damit stoppte der WAC, der die jüngsten drei Pflichtspiele allesamt verloren hatte, wenigstens seine Negativserie, ist aber nun schon acht Liga-Partien sieglos. Für die Admira war es das erste torlose Remis in dieser Saison. (APA, 4.11.2017)

Fußball-Bundesliga, 14. Runde: FC Admira Wacker – WAC 0:0. Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 1.558 Zuschauer, SR Grobelnik.

Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Strauss, Ebner – Lackner, Maier – Sax (64. Starkl), Knasmüllner, Jakolis – Grozurek (72. Kalajdzic)

WAC: Kofler – Sollbauer, Rnic, Drescher – Zündel, M. Leitgeb, Offenbacher, Wernitznig – Gschweidl (84. Frieser), Topcagic (82. Orgill), Ouedraogo

Gelbe Karten: Knasmüllner bzw. Offenbacher, Frieser

Stimmen:

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): "Es war ein gerechtes Unentschieden. Mit der Leistung meiner Mannschaft war ich nicht zufrieden, nur die ersten 20 Minuten. Wir waren dann im Angriff zu langsam, zu umständlich. Wir wollten den Ball ins Tor tragen, anstelle rechtzeitig zu schießen. Der WAC hatte sogar die besseren Chancen als wir, wobei wir auch durch Eigenfehler mitgeholfen haben. Fußball ist bekanntlich eine Mannschaft- und keine Einzelsportart. Die Länderspielpause ist nun günstig, da werden wir einige Akteure wieder auf den Boden bringen."

Heimo Pfeifenberger (WAC-Coach): "Das war ein gutes Spiel meiner Mannschaft. Die Systemumstellung auf 3-4-3 hat funktioniert, und wir haben auch zu null gespielt. Immerhin ist die Admira eine sehr spielstarke Mannschaft, gegen die wir auch die ersten 15 Minuten Probleme hatten. Wir hatten aber fünf hochkarätige Chancen, ich bin sehr zufrieden mit der Vorstellung heute. Es ist auch gut, dass 'Kofi' (Tormann Kofler, Anm.) zurück ist und gleich zu null gespielt hat."

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