Sturm besser, doch Rapid erkämpft Punkt

4. November 2017, 18:11
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Ein Spitzenspiel, das nicht alle Erwartungen erfüllt endet 0:0 – Die Grazer sichern damit die Tabellenführung, Rapid Platz drei

Graz – Das Topspiel der 14. Fußball-Bundesliga-Runde brachte am Samstagnachmittag in Graz ein torloses Remis. Damit endeten die Siegesserien von Spitzenreiter Sturm Graz, der zuvor fünf Erfolge en suite gefeiert hatte, und des Tabellendritten Rapid, der sogar sieben Pflichtspiel-Triumphe am Stück geschafft hatte. Die Wiener haben damit weiter sechs Punkte Rückstand auf die Steirer.

Im ersten Spiel nach der Bestellung von Sturm-Trainer Franco Foda zum ÖFB-Teamchef bestimmten die Hausherren angepeitscht von ihren Fans in der mit 15.549 Zuschauern ausverkauften Merkur Arena die erste Hälfte, wurden aber wie Rapid aufgrund der taktischen Disziplin des Gegners nur selten zwingend.

So scheiterte etwa Deni Alar nach einem Stellungsfehler von Galvao an Rapid-Schlussmann Richard Strebinger (30.), und ein Schuss von Marvin Potzmann zischte knapp am Kreuzeck vorbei (33.). Die einzig nennenswerte Möglichkeit der Hütteldorfer im ganzen Match hatte Thomas Murg, der nach fünf Minuten und einem Steilpass von Philipp Schobesberger einen Schritt zu spät kam.

Defensive Disziplin

Nach dem Wechsel neutralisierten sich beide Mannschaften noch mehr. Die einzige Topchance in der zweiten Hälfte hatte Alar: Doch der 27-jährige Ex-Rapidler scheiterte nach Galvaos Ballverlust und Flanke von Hierländer per Kopf erneut an Strebinger (67.).

So blieb es beim 0:0, womit Rapid erstmals in dieser Saison ohne Torerfolg blieb. Allerdings prolongierten die nun schon seit neun Runden ungeschlagenen Grün-Weißen ihre Torsperre und sind nun schon fünf Liga-Partien bzw. mehr als 450 Minuten ohne Gegentreffer. (APA, 4.11. 2017)

Bundesliga, 14. Runde:

SK Sturm Graz – SK Rapid Wien 0:0. Graz, Merkur-Arena, 15.549 Zuschauer (ausverkauft), SR Muckenhammer.

Sturm: Siebenhandl – Koch, Maresic, Lykogiannis – Hierländer, Zulj, Jeggo, Potzmann – Huspek (92. Filip), Alar (78. Zulechner), Röcher

Rapid: Strebinger – Auer, M. Hofmann, Galvao, Bolingoli – Ljubicic, Schwab (72. Petsos) – Schaub (63. Ve. Berisha), Murg, Schobesberger – Kvilitaia (56. Joelinton)

Gelbe Karten: Jeggo bzw. M. Hofmann

Stimmen:

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Wir waren 80 Minuten die bessere Mannschaft. Wir hatten die besseren Möglichkeiten, hatten zwei bis drei sehr gute Möglichkeiten. Beide Mannschaften haben ein hohes Tempo und mit hoher Intensität gespielt, was in Österreich nicht so oft der Fall ist. Ein großes Kompliment, wie meine Mannschaft aufgetreten ist. Ich bin froh, dass ich sie noch bis Weihnachten trainieren darf."

Goran Djuricin (Rapid-Trainer): "Ich bin sehr froh, dass wir 0:0 gespielt haben. Sturm war 85 Minuten die klar bessere Mannschaft, wir hatten keine Torchance. Meine Mannschaft hat heute schlecht gespielt. Es war ein dreckiges 0:0, wir nehmen den Punkt gerne mit."

  • Das Bild täuscht: Offensivaktionen Rapids sah Sturms frischgebackener Teamchef Franco Foda kaum. Das Spitzenspiel war geprägt von Zweikämpfen.
    foto: apa/scheriau

    Das Bild täuscht: Offensivaktionen Rapids sah Sturms frischgebackener Teamchef Franco Foda kaum. Das Spitzenspiel war geprägt von Zweikämpfen.

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