Thiem Vierter der Weltrangliste, Nadal gibt verletzt auf

3. November 2017, 11:31
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Murray fällt aus den Top Ten, Nadal beendet vorzeitig seinen Paris-Auftritt

Wien/London – Die vergangenen Wochen mögen nicht die besten in der Karriere von Dominic Thiem gewesen sein, das Jahr 2017 war für ihn dennoch sehr erfolgreich. Das spiegelt auch die ATP-Weltrangliste wider: Der 24-Jährige scheint am Montag erstmals in den Top Five auf. Mit 3.815 Race-Punkten hat Thiem exakt 600 Zähler mehr als vor einem Jahr.

Konkret wird er sogar als Vierter aufscheinen, da der Weltranglistenfünfte Marin Cilic am Freitagabend im Viertelfinale in Paris gegen den 35-jährigen Franzosen Julien Benneteau eine überraschende Zweisatz-Niederlage kassierte. So überholt der 24-jährige Niederösterreicher im Ranking auch den Kroaten..

Murray schwindet

Dem rekonvaleszenten Andy Murray, der im Vorjahr nicht nur Paris-Bercy, sondern auch die ATP World Tour Finals gewonnen hatte, fallen gleich 2.500 Zähler aus der Wertung. Der bisher drittplatzierte Schotte findet sich am Montag bestenfalls auf Platz 15 wieder und wird ebenso wie Novak Djokovic (erstmals seit 2007) nach langer Zeit nicht mehr in den Top Ten aufscheinen.

Bei den ATP Finals in London vom 12. bis 19. November sind nur noch die acht Besten des Jahres startberechtigt, dort sind noch fette ATP-Punkte zu holen: Für jeden Gruppensieg gibt es 200, für einen Semifinalsieg 400 und den Titel weitere 500. Sollte der neue Champion in der O2-Arena ungeschlagen bleiben, erhält er 1.500 Punkte.

Im Kampf um den einzigen noch offenen Platz für London war das Viertelfinal-Duell in Paris zwischen Juan Martin del Potro und John Isner entscheidend: Bei einem Sieg des Südamerikaners boxt er den derzeit qualifizierten Pablo Carreno Busta noch aus dem Achterfeld. Gewinnt der US-Amerikaner, müsste er schon den Titel in Paris holen, um das Ticket zu lösen.

Nadal muss passen

Turnierfavorit Rafael Nadal zog sich am Freitagnachmittag vor dem Paris-Viertelfinale wegen einer Verletzung am rechten Knie aus dem Bewerb zurück. "Ich bin hierhergekommen, um zu gewinnen. Es tut mir sehr leid für die Fans und die Organisatoren, die die gleichen wie in Roland Garros und für mich wie eine Familie sind", meinte der Spanier.

In Bezug auf die ATP Finals wollte sich Nadal nicht festlegen. "Für mich geht es nicht um London, sondern um die weitere Zukunft." Der 31-Jährige hatte erst am Mittwoch mit dem Achtelfinal-Einzug in Paris sichergestellt, dass er erstmals seit 2013 und zum insgesamt vierten Mal das Jahr als Nummer eins beenden wird. Damit profitiert der serbische Qualifikant Filip Krajinovic vom kampflosen Einzug ins Halbfinale.

Melzer in Südamerika

Für Gerald Melzer hat sich die Wahl, diesen Herbst die Sandplatz-Challenger-Serie in Südamerika zu spielen, ausgezahlt. Der Niederösterreicher hat nun auch in Guayaquil (Ecuador) das Halbfinale erreicht. Nach einem 6:1, 6:4 über Lokalmatador Roberto Quiroz wird er sich weiter in Richtung Top 100 schieben.

Sollte er wie zuletzt in Lima bei dem 50.000-Dollar-Turnier den Titel holen, könnte er die Rückkehr schaffen. Das hängt aber auch von Ergebnissen anderer Spieler ab. Noch am 9. Oktober lag Melzer auf Platz 156. Es folgten die Halbfinali in Buenos Aires und Cali sowie der Titel in der peruanischen Hauptstadt Lima.

Melzer ist aktuell 119., der 27-Jährige könnte sich bei weiteren Erfolgen seinen Startplatz im Hauptfeld der Australian Open im Jänner sichern. Sein bisher bestes Ranking hatte er vor knapp einem Jahr erreicht, als er an der 68. Stelle lag. (APA, 3.11.2017)

  • Thiem hat irgendwie einen Lauf.
    foto: apa/afp/christophe simon

    Thiem hat irgendwie einen Lauf.

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