CNN: Trumps Schwiegersohn übergab Dokumente an Sonderermittler

2. November 2017, 23:18
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Jared Kushner zunehmend im Fokus der Russland-Affäre

Washington – In der Russland-Affäre um Donald Trump rückt Jared Kushner, der Schwiegersohn des Präsidenten, wieder stärker in den öffentlichen Fokus. Der Sender CNN berichtete am Donnerstag, Kushner habe in den vergangenen Wochen Dokumente an den Sonderermittler Robert Mueller übergeben.

Muellers Ermittler hätten außerdem in Zeugenbefragungen nach Kushners Rolle bei der Entlassung von FBI-Chef James Comey gefragt. Der Sender berief sich bei dem Bericht auf mit der Sache vertraute Personen.

Trump hatte Comey im Mai gefeuert. Daraufhin wurden Vorwürfe gegen ihn laut, er habe Einfluss auf die Russland-Ermittlungen des FBI nehmen wollen. Die Behörde untersucht, ob Trumps Wahlkampflager in die mutmaßlich russische Einflussnahme auf die US-Präsidentschaftswahl verstrickt war. Nach der Entlassung des FBI-Chefs setzte das Justizministerium Mueller als Sonderermittler in dem Fall ein.

Treffen mit russischer Anwältin

Kushner arbeitet als Berater Trumps. Er steht mit im Fokus der Russland-Affäre, weil er während des Wahlkampfes an einem Treffen mit einer russischen Anwältin teilnahm. Nach der Wahl Trumps traf er sich zudem mit dem russischen Botschafter.

Laut dem CNN-Bericht ist es in Trumps Umfeld umstritten, welche Rolle Kushner bei der Entlassung Comeys spielte. Quellen aus dem Weißen Hauses sagten dem Sender, es sei Trumps alleinige Entscheidung gewesen. Wohingegen Kushner und Personen aus dem Umfeld des Weißen Hauses sagten, er habe den Entschluss befürwortet. Andere Quellen hätten dagegen angegeben, der 36-Jährige sei eine treibende Kraft gewesen.

Die neuen Enthüllungen kamen, nachdem am Montag Anklage gegen Trumps einstigen Wahlkampfmanager Paul Manafort und dessen früheren Geschäftspartner Rick Gates erhoben worden war. Beiden werden Finanzdelikte vorgeworfen. Zeitgleich wurde bekannt, dass mit George Papadopoulos ein Trump-Berater vorsätzlich Falschaussagen in der Russland-Affäre gemacht hatte. (APA, 2.11.2017)

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