Salzburg trotz Nullnummer weiter Tabellenführer

    2. November 2017, 23:16
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    Dominante Bullen belohnen sich gegen Konyaspor nicht und verpassen vorzeitigen Aufstieg – Nächster Matchball Ende November gegen Guimaraes

    Salzburg – Noch hat Red Bull Salzburg den Aufstieg in die K.-o.-Phase der Europa League nicht sicher. Am Donnerstag kamen die Bullen zu Hause gegen Konyaspor nicht über ein 0:0 hinaus, bleiben aber Tabellenführer der Gruppe I. Den nächsten Matchball hat Salzburg am 23. November zu Hause gegen Guimaraes, das Olympique Marseille 1:0 besiegte.

    Neun Spiele in Folge ungeschlagen

    Durch das Ergebnis im Parallelspiel hätte Salzburg ein Sieg ohnehin nicht gereicht, um das erste internationale Überwintern seit drei Jahren zu fixieren. Zwei Wochen nach dem 2:0 in Konya konnte man die Dominanz diesmal nicht in Tore ummünzen. Immerhin ist Salzburg in der Europa League schon neun Spiele ungeschlagen und mit acht Punkten weiter Tabellenführer vor Marseille (6), Konya (4) und Guimaraes (4).

    Mit Ausnahme von Cican Stankovic, der anstelle von Alexander Walke agierte, setzte Salzburg-Coach Marco Rose im 50. EL-Spiel der Salzburger auf seine Einsergarnitur. Auch die am Mittwoch noch fraglichen Diadie Samassekou und Paulo Miranda wurden rechtzeitig fit.

    Vor 8.800 Zuschauern, darunter gut 1.000 Konyaspor-Fans, hatte Salzburg in der ersten Hälfte ein spielerisches Übergewicht, fand im letzten Drittel aber kaum Lösungen und ließ sich von der kompakten Konya-Defensive immer wieder zu Fehlern zwingen. In der zehnten Minute zählte zudem ein Treffer von Duje Caleta-Car nicht, weil Munas Dabbur im Abseits stand. Konya-Tormann Serkan Kirintili parierte bei Schüssen Dabburs (28.) und Hannes Wolfs (32.).

    Die Türken deuteten unter Neo-Coach Mehmet Özdilek zwar ihre Gefährlichkeit zumeist im Konter an, kamen aber kaum zu konkreten Möglichkeiten. Die beste hatte Nejc Skubic, der in der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten knapp am langen Eck vorbei zielte.

    Chancen, aber keine Tore

    Valon Berisha und Co. starteten mit viel Schwung in die zweite Hälfte und schienen sich der Führung langsam, aber sicher anzunähern. Samassekou prüfte Kirintili mit einem satten Aufsetzer aus 20 Metern (53.), dann hatte Dabbur sein Visier zu ungenau justiert (56.), schließlich rettete der herauseilende Kirintili fast an der Sechzehnerlinie gegen Gulbrandsen (59.).

    Dabei blieb es allerdings auch. Selbst die Einwechslungen Minaminos und Yabos brachten gegen die konzentriert verteidigenden Türken nicht den erhofften Aufwind. Den Matchball vergab der wenige Minuten zuvor gekommene Xaver Schlager, wieder war Kirintili zur Stelle (91.). (APA, 2.11.2017)

    Europa League, Gruppe I, 4. Spieltag, Donnerstag

    Red Bull Salzburg – Konyaspor 0:0
    Red-Bull-Arena, 8.800 Zuschauer, SR Mazzoleni (ITA)

    Salzburg: C. Stankovic – Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Samassekou – Haidara (74. Yabo), Wolf (69. Minamino), Va. Berisha – Gulbrandsen (87. X. Schlager), Dabbur

    Konyaspor: Kirintili – Skubic, Selim Ay, Moke, Öztorun – Jönsson (46. Camdali), Bourabia – Sahiner, Araz (62. Fofana), Milosevic (89. Findikli) – Evouna

    Gelbe Karten: keine bzw. Jönsson, Camdali

    Stimmen

    Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Wir hätten schon gerne gewonnen. Ich glaube aber, dass wir in Summe nicht genug Chancen herausgespielt haben. Im letzten Drittel ist uns heute einfach zu wenig gelungen. Konya war heute fast nur auf Verteidigen aus. Das ist dann nicht einfach. Aber wir haben das Spiel kontrolliert, haben kaum etwas zugelassen. In der zweiten Hälfte war es besser. Die Gruppe ist relativ eng."

    Cican Stankovic (Salzburg-Tormann): "Im Endeffekt können wir mit dem Punkt leben., aber eigentlich wollten wir das Spiel gewinnen. Jetzt haben wir aber den direkten Vergleich mit Guimaraes für uns entschieden, das nächste Heimspiel müssen wir gewinnen."

    • Kaum ein Durchkommen für Salzburgs Offensivkräfte um Munas Dabbur.
      foto: ap/ kerstin joensson

      Kaum ein Durchkommen für Salzburgs Offensivkräfte um Munas Dabbur.

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