Doppelmörderin Estibaliz C. offenbar nach Asten verlegt

2. November 2017, 13:35
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Seit Sommer in Oberösterreich auch Trakt für geistig abnorme Straftäterinnen – Keine Angaben vom Justizministerium

Asten – Doppelmörderin Estibaliz C., die zwei Lebenspartner erschossen und im Keller ihres Wiener Eissalons einbetoniert hat, ist wie geplant aus der niederösterreichischen Justizanstalt Schwarzau in eine Sonderanstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nach Asten verlegt worden. Der Anwalt der Frau bestätigte eine Überstellung diesen Sommer, meldete ORF-Radio Oberösterreich am Donnerstag.

Das Justizministerium erteile aus Datenschutzgründen grundsätzlich keine Auskünfte über Gefängnisinsassen, erklärte ein Sprecher auf Anfrage. Daher machte er auch zu jener Verlegung keine Angaben.

Im Forensischen Zentrum Asten gibt es bereits eine Abteilung für geistig abnorme Rechtsbrecher. Allerdings wurden dort bisher nur männliche Insassen hinter Gittern therapiert. Diesen Sommer kam jedoch auch ein Trakt für Frauen hinzu.

"Vorzeigemodell"

Bereits im Vorjahr hatte das Justizministerium angekündigt, in Oberösterreich die Schaffung eines derartigen "Vorzeigemodells" zu prüfen, damit auch "geistig abnorme Straftäterinnen zielführend untergebracht werden können". Mit 1. Jänner wurde dann die Adaptierung in Asten für 14 Haftplätze für Frauen beschlossen.

Estibaliz C. hatte im April 2008 ihren Ex-Mann und im November 2010 ihren damaligen Lebensgefährten erschossen. Den rechtskräftigen gerichtlichen Feststellungen zufolge zerteilte sie die sterblichen Überreste jeweils mit einer Motorsäge, betonierte die Leichenteile in Plastikwannen und Blumentöpfe ein und hielt die Gefäße im Keller ihres Eissalon in Wien-Meidling verborgen.

Persönlichkeitsstörung

In ihrem Prozess war der damals 34-Jährigen zwar Zurechnungsfähigkeit attestiert worden, aber auch eine Persönlichkeitsstörung. Sie wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Generell besteht die Chance, dass eine Person, die zu lebenslang verurteilt wurde und zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war, nach einer erfolgreichen Therapie nach einer gesetzlichen Frist freigelassen wird. (APA, 2.11.2017)

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