Windows 10: Microsoft streicht letzte Möglichkeit für Gratisupgrade

    2. November 2017, 12:35
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    Nutzer, die auf "Hilfstechniken" angewiesen sind, können ab 2018 nicht mehr umsonst von Windows 7 und 8 wechseln

    Ein Jahr lang ließ Microsoft Nutzer nach dem Start von Windows 10 kostenlos auf die neue Version umsteigen. Wer Windows 7 oder 8 nutzte, konnte in diesem Zeitraum gratis upgraden. Doch auch danach war der Zug für einen kostenlosen Wechsel noch nicht ganz abgefahren.

    Nutzer mit körperlichen Einschränkungen, die auf "Hilfstechnologien" angewiesen sind – etwa das Vorlesen von Text durch das Betriebssystem – konnten weiterhin ohne Zusatzkosten wechseln. Und da Seitens Microsoft keinerlei Überprüfung vorgenommen wurde, blieb hier auch ein Schlupfloch für andere Nutzer. Mit Jahresende soll nun aber auch die letzte offizielle Möglichkeit für die Gratis-Aktualisierung wegfallen.

    Läuft zu Silvester aus

    Am 31. Dezember 2017 endet das Angebot für User von "assistiven Technologien", schreibt Microsoft auf seiner Website. Danach müssen diese auf regulärem Wege einen gültigen Key für das System kaufen – oder eben bei der Neuanschaffung eines Rechners umsteigen. Mittlerweile wird fast jeder neue PC oder Laptop mit mit vorinstalliertem Windows 10 ausgeliefert.

    Allerdings: Zwischen Theorie und Praxis bestehen weiterhin Unterschiede. Eigentlich sollte sich Windows 10 schon seit über einem Jahr nicht mehr mit Schlüsseln für Windows 7 und 8 installieren und aktivieren lassen. Dennoch funktioniert dies aber nach wie vor, berichtet Heise. Selbst wer das System in der aktuellen Version mit dem "Fall Creators Update" frisch installiert, kann nach wie vor die Keys der beiden Vorgängerausgaben heranziehen.

    Angesichts des großen Zeitunterschieds ist davon auszugehen, dass Microsoft dies absichtlich so beibehalten hat, um dem Marktanteil von Windows 10 weiter auf die Sprünge zu helfen. Wie lange das inoffizielle Upgrade noch funktioniert, ist freilich unklar.

    Windows 7 weiter voran

    Der Konzern versteht sich mittlerweile nicht mehr als reine Softwareschmiede, sondern primäre als Dienstleister. Für die Vermarktung der eigenen Services bildet Windows 10 eine wichtige Grundlage. Laut den Zahlen von Netmarketshare hat Windows 10 mittlerweile über 29 Prozent Marktanteil. Das aus 2009 stammende Windows 7 liegt mit rund 47 Prozent immer noch klar voran. (red, 02.11.2017)

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      Der kostenlose Umstieg für Nutzer von Hilfstechnologien ist nur noch bis Ende 2017 möglich – jedenfalls offiziell.

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