Koalitionsverhandlungen: FPÖ kritisiert Behördenverlegungen

    1. November 2017, 20:49
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    Norbert Hofer missfällt die von der ÖVP veranlasste Übersiedlung des Bundesumweltamts

    Wien – Erstmals seit Beginn der Koalitionsverhandlungen wird Kritik zwischen den potenziellen Regierungspartnern laut. Der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer (FPÖ) distanziert sich vom Ziel von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP), Behörden in die Länder zu verlegen. Vor allem die jüngst beschlossene Übersiedlung des Umweltbundesamts von Wien nach Klosterneuburg missfällt ihm.

    Im "Kurier" betont er, dass die Absiedlung von Behörden aus der Bundeshauptstadt "nicht auf unserer Agenda" stehe. Als Grund gibt er eben den Fall des Bundesumweltamts an: "Abgesehen davon, dass Klosterneuburg kein strukturschwaches, ländliches Gebiet ist, entsteht kein neuer Arbeitsplatz, wenn lediglich die bestehende Belegschaft zu Pendlern gemacht wird. Das verärgert die Belegschaft, bringt dem neuen Standort nichts und schadet auch noch der Umwelt." Damit eine Ansiedlung Sinn bekomme, müssten neue Arbeitsplätze entstehen.

    Insgesamt will Rupprechter 3.500 Arbeitsplätze aus der Bundeshauptstadt, das sind laut Landwirtschaftsministerium zehn Prozent der Bundesbehörden, in den ländlichen Raum absiedeln. Allerdings zitiert der "Kurier" auch ÖVP-Verhandlerkreise, wonach die Absiedlung von Behörden nicht Teil der Koalitionsverhandlungen sei. (APA, 1.11.2017)

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