Sportwagen: Ein Leben neben dem SUV

    Ansichtssache31. Oktober 2017, 12:56
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    Die IAA in Frankfurt zeigte: Es gibt noch andere Autos als SUV, die Sportwagen nämlich, deren Segment sich vom Kleinstwagen bis zum Supersportler erstreckt.

    Das Phänomen ist viel breiter aufgestellt als hier skizziert. Die Vorstellung der Debütanten, die unlängst auf der IAA in Frankfurt zu sehen waren, vermittelt trotzdem einen repräsentativen Eindruck eines emotionsgeladenen Trends, der neben dem allgegenwärtigen der SUVs und dem in der veröffentlichten Meinung kaum weniger präsenten der Elektromobilität existiert. Ein Wort vorab zur Begrifflichkeit: Unter Supersportwagen versteht man hochkarätige Gerätschaft, die ausschließlich zu diesem Zweck konstruiert ist und meist in Coupé- und Roadsterform in Erscheinung tritt. Bei den "normalen", mitunter sogar leistbaren Sportwagen hingegen handelt es sich um auf Großserienfahrzeugen basierende Draufgänger, meist von kundiger Hand der jeweiligen Performanceabteilungen entwickelt, zur Freude der Kundschaft und zur Attraktivierung der entsprechenden Massenware.

    foto: daimler
    Zum 50-Jahr- Jubiläum beglückt AMG sich selbst und ausgewählte Kundschaft mit einem Sportwagen jenseits von Gut und Böse. Über 1000 PS, über 350 km/h, limitiert auf 275 Stück – und selbstverständlich ausverkauft.

    Die Bandbreite auf der IAA reichte vom VW up! GTI mit 115 PS bis zum Formel-1-Technik-Hypersportwagen AMG Project One mit über 1000 PS. Die Aufzählung gliedert sich nach Größe und Leistung und beginnt nach besagtem Kraftzwerg up! GTI (erhältlich ab Jänner) mit Kleinwagen und Kompakten. Der freche Suzuki Swift Sport (140 PS, ab Frühjahr) ist ebenso zu nennen wie VW Polo GTI (200 PS, ab Februar), Hyundai i30 N (250 und 275 PS, ab demnächst, ab 34.990 Euro; "N" steht für die neue Hyundai-Performanceabteilung), Seat Cupra R (310 PS, ab sofort; 16.990-24.790 Euro) und Renault Mégane R.S. (280 und 300 PS, ab Jänner). Opel belebt mit dem Insignia GSi (210 Diesel-PS, 260 Benziner-PS) im Frühjahr ein sportliches Kürzel wieder, und dann kommen gleich die richtigen Kracher, die den vorher genannten die Endrohre zeigen: Audi RS4 Avant (450 PS; ab Jänner), Jaguar XE Project 8 (600 PS; auf 300 Stück limitiertes Sammlerstück) und der erstmals beallradete BMW M5 (600 PS, ab demnächst).

    Sturmwarnung

    Damit sind wir eh schon bei Supersport. Porsche hat eine auf den fixen Heckflügel verzichtende Understatement-Version vom 911 GT3 aufgelegt, nennt sich "mit Touring-Paket" und leistet 500 PS (ab Dezember, ab 197.640 Euro). Audi hat den R8 von Allrad auf Heckantrieb um-, besser: aufgerüstet, besagter R8 RWS bringt ab November 540 PS auf die Hinterräder und ist auf 999 Stück limitiert. Auf 600 PS kommt der Schönling Ferrari Portofino, und ein noch viel wilderer Draufgänger ist der Lamborghini Aventador S Roadster (740 PS, ab Jänner). Den toppt wiederum dramatisch der Schlusspunkt dieser Tour de Force, das Über-1000-PS-Monster AMG Project One. (Andreas Stockinger, 31.10.2017)

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    foto: bmw

    BMW M5, erstmals mit Allrad. Driften geht aber weiterhin.

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