Tests gegen kleine A-Nationen sollen Team weiterbringen

31. Oktober 2017, 12:38
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Heimturnier nächste Woche in Innsbruck gegen Norwegen, Dänemark und Südkorea

Wien – Das Eishockey-Nationalteam absolviert in der kommenden Woche in Innsbruck ein Testturnier gegen drei andere A-Nationen. Die Auswahl von Teamchef Roger Bader trifft beim Österreich Cup vom 9. bis 11. November auf Norwegen, Südkorea und Dänemark. Bader verzichtet dabei unter anderem auf einige Anfang nächster Woche in der Champions Hockey League spielende Salzburger.

Auch die NHL-Legionäre und andere WM-Kandidaten mit Teamerfahrung fehlen noch. Dafür kehren die routinierten Daniel Oberkofler und Rafael Rotter zurück. Capitals-Spieler Rotter ist nach einem Jahr Pause wieder dabei. Mit Schweiz-Legionär Dominic Zwerger steht ein Debütant im Kader. Wie die Salzburger steht kommenden Dienstag auch Lukas Haudum mit Malmö noch im CHL-Einsatz, weshalb der Teamchef den Stürmer ebenfalls nicht nominiert hat.

Dafür sollen sich nach der Rückkehr in die Eishockey-Elite andere junge Spieler für die WM im Mai 2018 empfehlen. Innsbruck und das folgende Turnier im Februar am WM-Schauplatz Kopenhagen dienen Bader der Weiterentwicklung seiner verjüngten Mannschaft und der Sichtung neuer Kandidaten. "Ich wollte einen Teil des Teams der WM dabeihaben, zum anderen einigen Jungen die Chance geben, sich zu präsentierten und Erfahrung zu sammeln", sagte Bader bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien.

NHL-Legionäre im Teamdress?

Grundsätzlich seien aber alle Spieler mit österreichischem Pass mögliche WM-Teilnehmer, bekräftigte der Schweizer. Das gelte für die diesmal fehlenden "sechs bis acht Salzburger", aber auch für andere, diesmal fehlende Akteure wie Andreas Nödl.

Ob auch das NHL-Trio Thomas Vanek, Michael Raffl und Michael Grabner bei der WM zur Verfügung stehen wird, sei noch offen. "Ich hatte mit Raffl und Grabner im Sommer ein Gespräch, sie sind gerne dabei", so Bader. Mit Vanek wolle er sich auch noch unterhalten. Aufgrund des ungewissen Saisonverlaufes und noch offener Vertragsmodalitäten könne er jedoch nicht sicher mit dem Trio rechnen. "Aber wenn sie kommen, ist es natürlich ein Bonus". Insgesamt verfüge er aber auch so über eine gute Mischung, auch der nötige Konkurrenzdruck sei da. "Der Pool an Spielern ist größer geworden, dadurch kann keiner sagen, dass er gesetzt ist."

In Innsbruck und in weiterer Folge im Februar sollen sich seine Spieler möglichst schnell an das A-Niveau gewöhnen. "Wir wollen aber nicht nur mit der höheren Intensität umgehen, sondern auch sehen, sie selbst in Bedrängnis zu bringen". Die Olympiateilnehmer Südkorea und Norwegen reisen mit ihrem nahezu stärksten Aufgebot an. Dänemark fehlt hingegen wie Österreich bei den Winterspielen und richtet den Fokus mit einem jungen Aufgebot schon auf später. "Jedes Spiel dient dazu, uns auf in Hinblick auf WM zu verbessern. Ich erhoffe mir schon den einen oder anderen Sieg beim Heimturnier", betonte Bader.

WM-Klassenerhalt als Ziel

Unmittelbar vor der WM stehen wie auch schon jetzt keine absoluten Topnationen als Testgegner zur Verfügung. Denn die besten zwölf der Weltrangliste aus Europa spielen vor der WM ausschließlich gegeneinander. Österreich muss sich als 16. der Rangliste in der sechswöchigen Vorbereitung mit kleineren Kalibern wie Ungarn, Kasachstan, Italien und Slowenien begnügen.

"Die Top 12 sind unter sich, deshalb haben wir keinen ganz großen Gegner bekommen. Wir haben aber das Beste daraus gemacht, was uns zur Verfügung steht", meinte Bader. Man stehe aber noch mit anderen Nationen in Verhandlung. Durch den erhofften WM-Klassenerhalt würde sich auch diese Situation automatisch verbessern, ergänzte der Schweizer. (APA, 31.10.2017)

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