Angeklagter Geschäftsmann: "Kenne Hilltop nicht"

    31. Oktober 2017, 10:51
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    Kroate kann sich nicht erklären, wie sein Name auf ein Dokument einer liechtensteinischen Gesellschaft kam

    Klagenfurt – Im Hypo-Prozess am Landesgericht Klagenfurt ist am Dienstag ein weiterer kroatischer Geschäftsmann in der Causa "Hilltop" einvernommen worden. Auch er bekannte sich nicht schuldig. Den Namen "Hilltop" habe er erstmals aus der Anklageschrift erfahren. Mit den Mitangeklagten habe er in dieser Causa keinerlei Kontakte gehabt, erklärte er.

    "Hilltop" war eine liechtensteinische Gesellschaft, Eigentümerin eines 1,4 Millionen Quadratmeter großen Grundstücks auf der kroatischen Insel Pag. Die Gesellschaft und damit auch das Areal für touristische Nutzung wurde von der Hypo Consultants Liechtenstein um 37 Millionen Euro von den Kroaten gekauft, die dieses kurz zuvor um 4,3 Millionen. erworben hatten.

    Mit dem kroatischen Geschäftsmann der Untreue angeklagt sind im Fall "Hilltop" aus dem Jahr 2003 die Ex-Vorstände Wolfgang Kulterer und Günter Striedinger sowie zwei weitere kroatische Geschäftsleute. Alle Angeklagten bekannten sich nicht schuldig. Verhandelt wird in diesem Verfahren auch das serbische Immobilienprojekt "Blok 67". Der Staatsanwalt wirft den Angeklagten Untreue mit einem Schaden von insgesamt 24 Millionen Euro, davon betreffen neun Millionen Euro "Blok 67".

    Jegliche Verbindung abgestritten

    Er kenne nur einen der Mitangeklagten persönlich und das oberflächlich, Kulterer habe er überhaupt nur im Fernsehen gesehen, erklärte der Angeklagte in der Befragung durch die Vorsitzende des Schöffensenats, Richterin Lisa Kuschinsky. Er sei nie Eigentümer der "Hilltop" gewesen und habe niemals ein Konto oder ein Unternehmen im Ausland gehabt. Er könne sich nicht erinnern, Geschäftsbeziehungen zur Hypo Klagenfurt gehabt zu haben, sein Unternehmen habe einen Kredit bei der Hypo Kroatien gehabt, sagte er.

    In Dokumenten scheint der nun Befragte mit einem Anteil von 21 Prozent an der "Hilltop" auf. Dazu erklärte er, er habe keine Ahnung, wie sein Name in dieses Dokument gekommen sei. Das müsse man die damals zuständige Hypo-Mitarbeiterin fragen.

    Die Hauptverhandlung wurde mit der Einvernahme des Steuerberaters Hermann Gabriel zur Causa "Blok 67" fortgesetzt. (APA, 31.10.2017)

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