Kroatien plant Eurobeitritt in sieben bis acht Jahren

    30. Oktober 2017, 13:12
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    Jüngstes EU-Mitglied muss Staatsverschuldung drastisch senken

    Zagreb – Das jüngste EU-Mitglied Kroatien will in sieben bis acht Jahren den Euro einführen. "Wir wollen uns nicht auf genaue Termine festlegen, wollen aber binnen zwei Legislaturperioden Mitglied der Eurozone werden", sagte Ministerpräsident Andrej Plenković, dessen Regierung seit zwei Jahren im Amt ist, am Montag.

    Als Vorstufe sei geplant, am Europäischen Wechselkursmechanismus (ERM 2) teilzunehmen. Das könne innerhalb der nächsten drei Jahre erfolgen. Die Kroatische Zentralbank hält die Kuna in einem engen Korridor zum Euro. Eurokandidaten nehmen üblicherweise mindestens zwei Jahre an dem Mechanismus teil. Damit soll sichergestellt werden, dass die Währung des Beitrittslandes nicht zu stark schwankt.

    EU-Spitzen teilen das Vorhaben

    Kroatiens Euro-Ambitionen fallen in eine Zeit, in der das Vorhaben auch von den Spitzen der EU geteilt wird. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker machte sich in seiner Rede zur Lage der Union Mitte September für die Einführung der Währung in osteuropäischen Ländern stark.

    Größte Hürde für Kroatien sind die Staatsschulden, die derzeit bei über 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. Die EU erlaubt für den Beitritt höchstens 60 Prozent. Bis 2020 soll der Wert laut Plenković auf 72 Prozent gedrückt werden. (Reuters, red, 30.10.2017)

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