Airbnb-Vermieter sollen Gast ermordet haben

    30. Oktober 2017, 08:18
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    36-jähriger Airbnb-Nutzer wurde in Australien ermordet, als er frühzeitig abreisen wollte – Plattform nun unter Druck

    Bei Fremden schlafen, um sich das Geld für ein Hotel zu sparen und vielleicht neue Leute kennenzulernen: Das ist das Konzept von Airbnb, das nun abermals in die Kritik gerät. So sollen drei Airbnb-Gastgeber einen Nutzer der Plattform ermordet haben. Das berichten australische Medien. Der 36-jährige Gast soll seinen Freunden mitgeteilt haben, die Unterkunft wegen "unangenehmer Stimmung" verlassen zu wollen. Wenig später wurde er ermordet. Laut Staatsanwaltschaft soll er auch vergewaltigt worden sein.

    Schlechte Bewertungen

    Die drei Männer, die langfristig in dem Haus gewohnt haben, befinden sich nun in Haft. Auf Airbnb soll die Unterkunft zuvor schlecht bewertet worden sein. Nutzer berichteten davon, dass man das angebotene Zimmer nicht zusperren konnte oder sie ihre Wertgegenstände "verloren" hätten. Ein Nutzer schrieb, es sei klüger, sich die Hand zu zertrümmern, um in einem Krankenhaus übernachten zu können, als in dieser Unterkunft unterzukommen.

    Airbnb kooperiert mit Behörden

    Airbnb hat angekündigt, mit der Staatsanwaltschaft zu kooperieren. Die "horrende Tat" widerspreche "allem, wofür Airbnb steht". Die Unterkunft sei nicht mehr auf der Plattform verfügbar.

    Allerdings steht der IT-Konzern nicht das erste Mal im Rampenlicht. Ein Kunde soll in den USA etwa die siebenjährige Tochter eines Gastgebers belästigt haben. Eine US-Amerikanerin geht gerichtlich gegen die Plattform vor, weil ein Gastgeber zugelassen wurde, der wegen tätlichen Angriffen verhaftet worden war.

    Background-Check

    Diese Fälle zeigen, dass ein strikter Background-Check gerade bei Plattformen, die Dienste von Privatpersonen vermitteln, nötig ist. In einer ähnlichen Situationen befindet sich mit Uber ein weiterer milliardenschwerer IT-Konzern. Airbnb und Uber setzen vor allem auf ihre Community, so können sowohl der Dienstleister als auch der Kunde bewertet werden. (red, 30.10.2017)

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      foto: apa/afp/bonaventura
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