"Fürchte dich": Forum zum Grusel-"Tatort" aus Frankfurt

    Ansichtssache29. Oktober 2017, 16:39
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    Die Frankfurter Kommissare Janneke und Brix sind dieses Mal im Spukhaus. Die Geister, die sie riefen, werden sie nur schwer los. Wie gefällt Ihnen diese Folge?

    foto: hr/benjamin dernbecher

    Zum Inhalt: Ein alter Mann nähert sich, nur mit einem weißen Nachthemd bekleidet, nachts dem Haus von Fanny und Brix. Dort erleidet er einen Schwächeanfall, nachdem er vergeblich versucht hat, das Haus in Brand zu setzen. Dem zu Hilfe geeilten Brix erzählt er kryptische Dinge, wobei er auf ein Dachfenster starrt. Brix folgt dem Blick und findet dort unter den Holzdielen ein Kinderskelett. Er ruft Anna Janneke an und bittet sie, auf die völlig aufgelöste Fanny aufzupassen. Während er sich auf den Weg macht, das Geheimnis des toten Kindes aufzuklären, passieren Dinge im Haus, die sich auf natürliche Art nicht mehr erklären lassen. Brix trifft im Lauf seiner Ermittlungen auf Merle, die Enkelin des alten Mannes, die ihm künftig nicht mehr von der Seite weicht.

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    "Insgesamt wird etwas gar lustvoll dem Grusel gehuldigt. Hier knarrt der Boden, dort wackelt der Schaukelstuhl, hinter der Kastentüre wartet die Frau mit den toten Augen, zum Einsatz kommen weiters Marilyn-Manson-Kontaktlinsen, Gewitter- und Nebelmaschine, Düsterlicht, je nach Bedarf unheilvoll dröhnende oder kreischende Filmmusik. Manchmal muss man lachen", urteilt Doris Priesching im TV-Tagebuch von derStandard.at.

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    foto: hr/benjamin dernbecher

    Bei "Spiegel Online" vergibt Christian Buß immerhin 8 von zehn Punkten: "Wie die Set-Techniker bei fortgeschrittener Handlung mit dem Flammenwerfer das Horrorhaus bearbeiten, so rigoros wird auf narrativer Ebene dem ewigen Realitätsdiktat des 'Tatort' zu Leibe gerückt. Dabei gelingt es den Filmemachern (Buch: Christian Mackrodt, Buch und Regie: Andy Fetscher) in 'Fürchte dich', bei allen fantastischen Elementen eine wirklich anrührende, psychologisch schlüssige Geschichte zu erzählen, bei der sich der Fluch eines Verbrechens auf drei Generationen einer Familie auswirkt."

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    In der "NZZ" schreibt Inna Hartwich: "Wieder einmal versucht sich hier der 'Tatort' einen experimentellen Anstrich zu geben, was wirklich nicht hätte sein müssen."

    Und wie hat Ihnen der neue "Tatort" gefallen? Top oder Flop? (red, 29.10.2017)

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