Barbie-Produzent Mattel rutscht weiter in die roten Zahlen

27. Oktober 2017, 12:23
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Der US-Spielzeugriese machte im dritten Quartal 600 Millionen Dollar Verlust

New York – Der US-Spielzeugriese Mattel hat Anleger mit einem hohen Quartalsverlust und der Aussetzung seiner Dividendenzahlungen schockiert. Die Aktie fiel am Donnerstag nachbörslich zeitweise um 25 Prozent. Seit Jahresbeginn ist der Kurs schon um 40 Prozent gesunken. Im dritten Quartal rutschte der Barbie-Hersteller in die roten Zahlen.

Unter dem Strich stand ein Verlust von 603 Millionen Dollar (513 Millionen Euro), wie Mattel nach Börsenschluss mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch 236 Millionen Dollar Gewinn gegeben.

Erlöse sanken um 13 Prozent

Grund für den Einbruch war zwar vor allem eine Steuerlast, die das Ergebnis massiv belastete. Doch auch im Tagesgeschäft lief es schlecht – die Erlöse sanken um 13 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar und verfehlten die Erwartungen der Analysten damit deutlich.

Wie Rivale Hasbro, der seine Quartalszahlen bereits vorgelegt hatte, machte Mattel insbesondere die Insolvenz der US-Spielwarenkette Toys R Us für die jüngsten Absatzprobleme verantwortlich. Allerdings tut sich der Branchenriese schon länger schwer.

Um das Ruder herumzureißen, wird nun der Rotstift angesetzt: Mattel kündigte an, die Kosten in den nächsten zwei Jahren um mindestens 650 Millionen Dollar zu senken. Einen Anfang macht der Hersteller von Fisher Price und Hot Wheels mit der Aussetzung der Dividenden – so sollen schon im vierten Quartal 50 Millionen Dollar gespart werden. (APA, 27.10.2017)

  • Die prunkvollen Zeiten der Barbie sind vorbei: Der US-Konzern Mattel steckt tief in den roten Zahlen.
    foto: ap/mark lennihan

    Die prunkvollen Zeiten der Barbie sind vorbei: Der US-Konzern Mattel steckt tief in den roten Zahlen.

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