Heißes Match um Marktanteile in der Sportartikelbranche

27. Oktober 2017, 10:40
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Laut "trend" hat Intersport den Konkurrenten Gigasport zumindest bei den Marktanteilen vorerst überholt

Wien/Wels – Die Intersport-Händler in Österreich zählen zu den Hauptprofiteuren der Schrumpfung der britischen Kette Sports Direct im hierzulande heiß umkämpften Sport- und Freizeitartikelmarkt. Laut dem Wirtschaftsmagazin "trend" hat der Händlerverbund mit Zentrale in Wels im Ende September beendeten Geschäftsjahr die 500-Millionen-Euro-Umsatzgrenze knapp aber doch übersprungen.

Intersport-Chef Mathias Boenke beziffert die Österreich-Erlöse mit 506 Millionen Euro – "ein Plus von 15 Prozent". Damit hat Intersport die Marktführerschaft laut dem Bericht vorerst wieder von der Fachhändlergemeinschaft Sport 2000 übernommen, die für 2016 einen Österreich-Umsatz von 461 Millionen Euro angibt.

Zuletzt war Gigasport/Sport 2000 mit einem Marktanteil von 30 Prozent die Nummer 1 im heimischen Sportfachhandel. Dahinter folgte Intersport (25 Prozent). Diese beiden Händlerverbände haben nun einmal die Position getauscht. Dritter war zuletzt die Spar-Tochter Hervis (rund 20 Prozent), gefolgt von Sports Direct (13 bis 15 Prozent). Österreich gilt als sportaffines Land mit hohen Pro-Kopf-Ausgaben für Sportartikel.

Neun neue Intersport-Filialen

Am heutigen Freitag eröffnet Intersport auch neun neue Geschäfte in Österreich, teilte das Unternehmen mit. Im zweiten Halbjahr sollen es insgesamt 14 sein.

Erst kürzlich kam der neue Player XXL Sports nach Österreich. Branchenexperten erwarten eine Preisschlacht und einen harten Verdrängungswettbewerb im Sporthandel. Außerdem hat der französische Sport-Diskonter Decathlon für Mitte 2018 seine ersten Filialen für Österreich angekündigt, der den Preiskampf zusätzlich anheizen wird.

"Uns freut die derzeitige Dynamik und Aufmerksamkeit. Ich verstehe die Aufregung nicht", reiht sich Hervis-Chef Alfred Eichblatt im "trend"-Bericht in die Reihe der Zweckoptimisten ein. "Vielleicht war es in Österreich in den letzten Jahren etwas gemütlich in unserer Branche." (APA, 27.10.2017)

  • Intersport führt derzeit das Match um den heimischen Sportmarkt
    foto: dpa/frank rumpenhorst

    Intersport führt derzeit das Match um den heimischen Sportmarkt

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