Spitzenstimmung zwischen Kurz und Strache in der "ZiB"

26. Oktober 2017, 16:51
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Tarek Leitner erläuterte vor breit grinsenden Parteichefs anschaulich, wo sie einander nahe waren

Was haben sie gelacht! Der Basti, der Bumsti und ihre Teams. Das Volk konnte in der ZiB auf ORF 2 am Mittwochabend mitverfolgen, wie "herzlich" und "entspannt" die ÖVP von Sebastian Kurz und die FPÖ von Heinz-Christian Strache sich erstmals in Fünfergruppen Aug in Aug gegenübersaßen.

Tarek Leitner erläuterte vor Bildern der beiden breit grinsenden Parteichefs und mittels Symbolen zu sachpolitischen Bereichen anschaulich, wo sie sich nahe waren – und wo nicht. Eine Überwachungskamera (Thema Sicherheit) und eine Menschengruppe mit Gepäck (Einwanderung) waren da zu sehen sowie ein Eurozeichen und ein (beunruhigenderweise nach unten zeigender) Pfeil für Wirtschaft und Finanzen. Themenpakete, wo man gemeinsam lachen wird. Differenzen erwarte man bei der blauen Forderung nach einer Mindestpension und der Frage nach der Zukunft der Sozialpartnerschaft. Alles klar.

foto: tvthek / orf / screenshot
Tarek Leitner vor Koalitionsverhandlerrunde in der "ZiB" am Mittwoch.

Villacher Fasching

Aber warum sahen die "Steuerungsgruppen" der Parteien im Bericht aus, als seien sie bei einer Sitzung der Villacher Faschingsgilde? Vielleicht wegen der unfassbar neuen und originellen Ideen, die Kurz und Strache päsentierten? "Reibungsverluste im System", und "Effizienzsteigerungspotenziale" ausfindig machen wolle Kurz etwa.

Das ist sie wohl, dachten da die Zuseher: "Die Wende!" Doch Strache ging noch weiter auf nie beschrittenen Pfaden: Er wolle "mit Experten aus dem Finanzministerium eine Bestandsaufnahme vornehmen", um "eine Nulllinie zu haben". Wahnsinn. Darauf wäre niemand vor ihm gekommen. Sollte Ihnen all das bekannt vorkommen, bilden Sie sich das sicher nur ein. Alles neu! Und wahnsinnig lustig. (Colette M. Schmidt, 26.10.2017)

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