"Super Mario Odyssey" im Test: Nintendos nächster Meilenstein

    26. Oktober 2017, 15:00
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    Das Jump 'n' Run ist so kreativ wie nie und bringt erfrischend neue Elemente und zauberhafte Welten

    21 Jahre ist es her als Nintendo mit "Super Mario 64" einen Meilenstein in der Videospiele-Geschichte setzte. Kritiker sehen in dem Jump-'n'-Run-Spiel mit dem Kult-Klempner noch heute eines der besten und revolutionärsten Games aller Zeiten. Nintendos Luxusproblem an dem damaligen Erfolg: Nachfolger des Kultspiels hatten und haben es sehr, sehr schwer. 2002 startet der Konzern mit "Super Mario Sunshine" bereits einen Versuch, bei dem die japanische Spieleschmiede allerdings den hohen Erwartungen nicht gerecht werden konnte. 2017 ist es nun erneut soweit: Mit "Super Mario Odyssey" für die Nintendo Switch will es Nintendo noch einmal wissen.

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    So spielt sich "Super Mario Odyssey".

    Übermächtige Kappe an der Seite von Mario

    Dafür wird der italo-amerikanische Klempner gemeinsam mit einer übermächtigen Kappe auf neue Open-World-Planeten losgelassen, um Prinzessin Peach aus den Klauen von Bowser zu befreien. Die Mütze namens "Cappy" kann durch die Gegend geworfen werden, um einerseits Schaden bei gegnerischen Monstern zu verursachen und sich aber auch in diese hineinzuversetzen, sodass Mario den Gegner steuert. Ist eine Plattform etwa für einen Sprung unerreichbar transformiert man sich einfach in einen Kugelwilli und fliegt diese an. Die Einsatzmöglichkeiten sind hier nicht endendwollend und immer wieder erwischt man sich dabei selbst staunend über die Kreativität der Macher.

    Entzückende abwechslungsreiche Spielewelten

    Die Spielewelten könnten ebenso nicht abwechslungsreicher sein. Einmal findet man sich in einer Wüstenstadt, dann plötzlich in einer Unterwasserwelt und in späterer Folge in einer fotorealistischen Großstadt wieder. Überall gibt es Herausforderungen und Mini-Missionen zu bewältigen und dabei Power-Monde zu sammeln, die als Sprit für Marios Odyssey dienen – einem riesigen Hut, mit dem die Spielewelten bereist wird. Das Open-World-Spielprinzip lässt dabei zu, dass man entweder längere Zeit in einem Setting verbringt und sich dort den vielzähligen Herausforderungen widmet oder direkt den Fight mit den Bossen sucht und dort die meisten Monde abstaubt.

    Besondere Retro-Schmankerl für Mario-Fans

    Im Spiel finden sich auch etliche Erinnerungen an vergangene Abenteuer mit dem Kult-Klempner. Ein Sprung in die berühmten grünen Röhren bringt Mario etwa in einen Retro-Modus, bei dem die Spielfigur kurzzeitig in eine 2D-Welt schlüpft. Aber auch bekannte Charaktere und visuelle Elemente erinnern an ältere Titel. Um das ganze abzurunden kann Mario gegen Spielmünzen Kostüme freischalten, die ebenso an bisherige Ableger des Nintendo-Klassikers angelehnt sind. Selbst wenn man kein Hardcore-Fan von "Super Mario" ist, erkennt und erfreut man sich über diese Retro-Elemente.

    Steuerung präzise mit steiler Lernkurve

    Komplexe Manöver durch die bunten Welten von "Super Mario Odyssey" gelingen ferner nach nur kurzer Einspielzeit, da die Steuerung des Klempnerns geläufig gehalten wurde. Dreifache Saltos, Hechtsprünge und Arschbomben gelingen sehr schnell, wenn man mit modernen Jump 'n' Runs zurechtkommt. Insgesamt fühlt sich die Steuerung auch sehr präzise an, sodass man sich auch in herausfordernden Situationen aufs eigene Spielgeschick verlassen kann. "Cappy" kann außerdem mit den Tasten oder der Bewegungssteuerung gelenkt werden – ersteres gefällt zumindest dem Tester mehr.

    Lokales Koop-Gaming noch ausbaufähig

    Lokales Koop-Gaming ist bei "Super Mario Odyssey" ebenso möglich – ein Spieler schlüpft dabei in die Rolle von Mario, während der andere "Cappy" steuert. Dies erfordert eine ständige Absprache und zugebenermaßen macht das Spiel alleine einfach mehr Spaß. In Puncto Schwierigkeitsgrad wäre ebenso noch Luft nach oben gewesen, die Bosse sind zumeist schnell bezwungen und die zahlreichen Monster in den Spielewelten fordern auch kaum heraus. Das Spielerlebnis wird davon allerdings nicht getrübt, da im Gegenzug die Kreativität des Gamers durchwegs herausgefordert wird, um sich durch die Spielewelt zu kämpfen und zu manövrieren.

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    Trailer zu "Super Mario Odyssey".

    Fazit

    Insgesamt gibt es an "Super Mario Odyssey" also sehr wenig auszusetzen. Nintendo hat es geschafft dem altbekannten Spielprinzip neue Facetten zu verleihen, die sich perfekt ins Spiel integrieren. Die Möglichkeit Gegner zu übernehmen und deren Fähigkeiten anzunehmen, ist ein erfrischendes Element zum ohnehin sehr guten Jump-n-Run-Grundgerüst. Die Macher haben sich bei dem Game derart kreativ ausgetobt, dass man ständig ins Staunen kommt und die verschiedenen entzückenden Spielwelten, die allesamt ihren Charme haben, weiter erforschen will. Nintendo hat es geschafft mit "Super Mario Odyssey" einen spielerischen Höhepunkt zu liefern, der wie einst "Super Mario 64" einen kreativen Meilenstein setzen kann. (Daniel Koller, 26.10.2017)

    "Super Mario Odyssey" erscheint am 27. Oktober für Nintendo Switch. PEGI: Ab 7 Jahren. UVP: 59,99 Euro.

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Richtlinien: Das Testmuster wurde vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

    Nachlese

    Wir spielen "Super Mario Odyssey": Die pure Spielfreude

    "Super Mario Odyssey" angespielt: Der wahre Nachfolger von "Mario 64"

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