Begeisterung für Berlins Jahrmärkte

    25. Oktober 2017, 00:00
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    Über Rudolf Wackers Werke sind zahlreich Besuche von Jahrmärkten dokumentiert

    Die Erlebnisse während des Ersten Weltkrieges waren für Rudolf Wackers (1893-1939) weiteres Schaffen prägend. In der Gefangenschaft musste er Kulissen für das Tomsker Theater fertigen: Die Arbeit lehnte er ab, genoss jedoch die Theateratmosphäre. Nach seiner Heimkehr zog es ihn nach Berlin, wo er sich mit voller Begeisterung in das Nachtleben stürzte.

    foto: kunsthandel freller
    Szene eines Berliner Jahrmarktes in den 1920er-Jahren.

    Über seine Werke sind zahlreich Besuche von Jahrmärkten dokumentiert: Varieté Sonderschau titelt etwa ein um 1923 entstandenes Gemälde aus dem aktuellen Angebot beim Kunsthandel Freller. Wacker schildert hier die Szene an einer Schaubude, an der ein Marktschreier seine Attraktionen – "Moto-Homo der Lebende Tote" und einen Schwertschlucker – mit einem Sprechtrichter anpreist. Die Übernahme von Textelementen und Typografie sind typische Elemente der Kunst der 20er-Jahre. (kron, 24.10.2017)

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