Laufnetzwerke: Der Trick mit der Runbase

Blog25. Oktober 2017, 10:00
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Vom Laufnetzwerk unter dem Banner einer großen Marke sowie von Abzeichen und Hierarchien: Bei den Adidas Runners Vienna

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foto: thomas rottenberg

Aber der Reihe nach. Am Anfang stand – no na – ein Schuh. Als vor einigen Jahren die Boost auf den Markt kam, war da neben dem üblichen Marketingsprech noch etwas im Gepäck: ein Community-Marketingkonzept. Mit der Präposition Boost wurden kleine und exklusive Laufzirkel etabliert. Mit Hashtag vorneweg, eh klar: #boostberlin begann 2014 mit 50 Läuferinnen und Läufern. Man belief die Stadt als Gruppe – und fiel dementsprechend auf. Auch weil das doppelte deutsche Lauf-Fräuleinwunder, die Hahner-Twins, als medienwirksames Testimonial mit dabei war.

Andere Städte boosten auch bald: Hamburg. München. Paris. Dort war das Laufrudel manchmal angeblich bis zu 3.000 Stadtläuferinnen und -Läufer groß.

Die Kunst guten Marketings ist es, Dinge "viral" erscheinen zu lassen – und so zum Kult zu stilisieren. Bei #boostberlin gelang das. Auch weil da in Kreuzberg eine heute legendäre Homebase errichtet wurde. Ein imposantes Loft. Was so was kostet? Falsche Frage. Auf alle Fälle weniger, als es bringt: Nur aus Liebe zur Sache macht man so was nicht.

Wien war da auch schon dabei. Vergleichsweise klein: mit einem Container am Donaukanal. Dort gab es einen Automaten mit "Laufschuh to go"-Service.

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