Brief eines "Titanic"-Passagiers erzielt aberwitzigen Preis

22. Oktober 2017, 14:23
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Amerikanischer Geschäftsmann schilderte darin seiner Mutter den Prunk des Unglücksschiffs – Rekordsumme von 141.000 Euro geboten

London – Für unglaubliche 141.000 Euro ist ein Brief eines "Titanic"-Opfers versteigert worden. Das beim Auktionshaus Henry Aldridge and Son versteigerte Dokument stammt vom US-amerikanischen Geschäftsmann Alexander Oskar Holverson und war an dessen Mutter gerichtet.

foto: ap/henry aldridge and son actioneers
Dieser Brief erzielte einen Rekorderlös.

Holverson hatte das dreiseitige Schreiben einen Tag vor dem Untergang des Passagierschiffes vor 105 Jahren verfasst. Er starb, als die "Titanic" am 14. April 1912 gegen einen Eisberg stieß und wenig später sank – seine Frau Mary überlebte das Unglück. Der Brief wurde in einem Notizbuch bei dem Toten gefunden.

Holverson schwärmte in dem Brief: "Das Schiff hat riesige Ausmaße und ist palastartig ausstaffiert." Außerdem habe er an Bord die "gerade reichste Person der Welt" kennengelernt, John Jacob Astor. "Er sieht aus wie jeder andere Mensch." Astor war Hotelier, Autor und Erfinder und kam bei dem Unglück ebenfalls ums Leben.

foto: ap/henry aldridge and son actioneers
Mary und Alexander Oskar Holverson.

Der Auktionator Andrew Aldridge sprach am Samstag nach der Versteigerung in der englischen Stadt Devizes von einem Rekorderlös für einen "Titanic"-Brief. Nach der Bergung der Leiche Holversons war der Brief seiner Familie in New York übergeben worden. Erworben wurde er von einem Sammler historischer Gegenstände aus Großbritannien.

Ein Bund rostiger Schlüssel eines Kabinen-Stewards, der das Unglück im Nordatlantik bei der Jungfernfahrt des Schiffs überlebte, fand für 76.000 Pfund – also mehr als die Hälfte des Preises für den Brief – einen neuen Besitzer. Zwei "Titanic"-Fotografien versteigerte das Auktionshaus für 24.000 Pfund. (APA, red, 22. 10. 2017)

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