"Richtig gute" Salzburger unterwegs zum Aufstieg

    20. Oktober 2017, 12:28
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    Bullen-Coach Rose nach Europa-League-Sieg von seiner Elf angetan: "Der Weg stimmt"

    Konya – Salzburgs Fußballer haben höchst zufrieden die Heimreise aus der Türkei angetreten. Nach dem 2:0-Erfolg bei Konyaspor am Donnerstagabend stehen die "Bullen" vor dem Einzug in die K.-o.-Phase der Europa League. "Wie die Jungs das im Moment machen, ist richtig gut", lobte Coach Marco Rose seine Elf, die schon in zwei Wochen im Heimspiel gegen die Türken alles klar machen könnte.

    "Die Ausgangslage ist gut", meinte Rose. Salzburg hat zur Halbzeit von Gruppe I als Leader sieben Punkte und wäre mit einem Heimsieg gegen Konya schon im Sechzehntelfinale – wenn im Parallelspiel Guimaraes nicht Marseille besiegt. Andreas Ulmer versuchte auf die Euphoriebremse zu steigen. "Es sind noch drei Spiele zu machen, da sind wichtige Punkte zu holen. Das sind alles ganz knappe Ergebnisse, die Gruppe ist eigentlich ausgeglichen. Wir können nicht sagen, dass wir durch sind. Aber es ist angenehm."

    Tiefentspannter Trainer

    Rose wirkte nach dem sechsten Sieg in den jüngsten sieben Partien tiefenentspannt. "Ich bin heute sehr, sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft. Wir wollten hier mutig auftreten, attackieren und guten Fußball spielen", beschrieb er den Plan. Und der ging dank eines in der Tat mutigen Beginns samt frühem Tor auch auf – der beeindruckenden Kulisse in der mit über 30.000 Zuschauern gut gefüllten Arena zum Trotz. Für den 18-jährigen Hannes Wolf war das eine Premiere. "Sehr laut", sei es gewesen, berichtete der Offensivmann. "In längeren Phasen, wenn wir den Ball gehabt haben, waren die Pfiffe schon extrem. Das war das erste Mal, dass ich so etwas erlebt habe."

    Durchaus stolz war auch Valon Berisha. "Vor so einer Kulisse mit viel Druck gegen uns", meinte der Mittelfeldakteur, dem freilich klar war, dass man die Leistung nicht über 90 Minuten aufrechterhalten konnte. "In der zweiten Hälfte haben sie uns unter Druck gesetzt, wir mussten verteidigen, viele Wege machen. Und das haben wir gemacht", sagte Berisha.

    "In der zweiten Hälfte war es lange ein offenes Spiel, das sicher auch hätte kippen können", gab auch Rose zu. "Aber wir haben dann wieder über gutes Pressing einen Fehler erzwungen, und damit war das Spiel für uns entschieden." Der Zeitpunkt des Duells mit einem durchaus attraktiv agierenden Gegner, der in der türkischen Liga aber noch nicht in Fahrt ist, sei nicht der schlechteste gewesen: "Vielleicht haben wir sie in einer Phase getroffen, wo es ihnen nicht ganz so gut geht."

    Dabbur in Topform

    Dass Munas Dabbur in der laufenden Saison die Ladehemmung abgelegt hat, stellte er bei der Vorentscheidung zum 2:0 (80.) mit seinem 13. Pflichtspieltor unter Beweis. Erfreulich aus Sicht der Bullen war aber auch der Treffer durch Fredrik Gulbrandsen schon in der fünften Minute. Der Norweger, so wie Dabbur in der Vorsaison ins Ausland verliehen, kann seine Fähigkeiten nun auch in Salzburg ausspielen.

    Gulbrandsens Bedeutung für die Offensive sei evident, befand Ulmer. "Es sind nicht nur die Tore, auch die Meter, die er macht. Sein Einsatz, dass er den Gegner unter Druck setzt, Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte hat."

    Für Rose jedenfalls schaut die Fußballwelt nach dem 15. Sieg (6 Remis, 1 Niederlage, Punkteschnitt 2,32) seiner Amtszeit vielversprechend aus. International auf Aufstiegskurs, in der Liga nur einen Punkt hinter Tabellenführer Sturm, dazu eine wieder entspannte Personalsituation. "Der Weg insgesamt stimmt einfach, und das ist schön zu sehen", erklärte Rose. (APA, 20.10.2017)

    • Salzburg-Trainer Marco Rose jubelt mit seinen Spielern.
      foto: apa/neubauer

      Salzburg-Trainer Marco Rose jubelt mit seinen Spielern.

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