Aufklärung: Reden Sie mit Ihrem Kind über die Menstruation?

    User-Diskussion25. Oktober 2017, 08:00
    145 Postings

    Wenig Wissen und große Scham. Das sind die Ergebnisse einer Befragung zum Thema Menstruation. Wie klären Sie Ihr Kind auf, und wie wurde das Thema von Ihren Eltern behandelt?

    Mit seinen Eltern über Sexualität und den Körper zu sprechen ist oft nicht nur den Kindern und Jugendlichen peinlich, auch Mama und Papa sind dabei manchmal überfordert, wenn es um die Aufklärung ihrer Kinder geht. Die Schule übernimmt dieses Thema schon, denken oder hoffen vielleicht einige. Aber selbst dort kommt Aufklärung häufig zu kurz oder findet nicht in einem Rahmen statt, wo Kinder sich trauen, Fragen zu stellen. Das Ergebnis: Kinder und Jugendliche sind schlecht über ihren Körper informiert. Das zeigt auch das Ergebnis der Umfrage der Plattform Erdbeerwoche, die 1.100 Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren zum Thema Menstruation befragt hat.

    Peinlich und wenig Wissen

    Mehr als der Hälfte der Befragten ist das Thema peinlich, die Mehrheit hat eine negative Einstellung zur Menstruation oder sieht diese als unwichtig an. Vielfach gibt es auch erhebliche Wissenslücken. So glauben 53 Prozent der befragten Buben, dass Menstruation der Verhütung diene. Ungefähr der Hälfte der Mädchen sagt der Begriff Zykluslänge nichts, und sie wissen nicht, wann ein Tampon gewechselt werden muss. 73 Prozent der Mädchen verwenden Binden, 44 Prozent Tampons und zwei Prozent Menstruationstassen.

    Der Großteil der Mädchen (83 Prozent) entsorgt gebrauchte Monatshygieneprodukte in der Toilette und nicht im Mülleimer. Gründe dafür sind, dass es häufig keinen Mülleimer direkt in der Toilette gibt und den Mädchen die Entsorgung außerhalb peinlich ist. Ein weiteres Ergebnis der Befragung: 88 Prozent der Mädchen leiden an Menstruationsbeschwerden, und sie fühlen sich vielfach damit alleingelassen. Scham und wenig Wissen über den Körper sind demnach die ernüchternden Ergebnisse dieser Befragung.

    User "Melvin Cowznofski" wurde in der Schule – viel zu spät – aufgeklärt und will das bei seinen Kinder nicht der Schule überlassen:

    Sexualerziehung müsse von Sexualpädagogen und geschlechtergetrennt in Schulen stattfinden, meint User "snow.white":

    Die ältere Schwester, "Bravo" und "Mädchen" waren die Informationsquelle für User "didihasi":

    Jederzeit alles fragen können, war und ist für User "recurve" beim Thema Aufklärung ausschlaggebend:

    Wo und wie wird Ihr Kind aufgeklärt?

    Haben Sie Ihre Tochter auf die Menstruation vorbereitet, oder warten Sie, bis Fragen Ihres Kindes auftauchen, um über Sexualität und den Körper zu sprechen? Wie läuft der Sexualkundeunterricht in der Schule Ihres Kindes ab? Und wie war die schulische und elterliche Aufklärung bei Ihnen damals? Wo sehen Sie Handlungsbedarf, damit die Wissenslücken geschlossen werden? (Judith Handlbauer, 25.10.2017)

    Share if you care.