Air-Berlin-Piloten sollen bei Eurowings 40 Prozent weniger verdienen

20. Oktober 2017, 08:08
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Gewerkschaft bescheinigt der Lufthansa-Tochter die niedrigsten Piloten-Gehälter

Berlin – Nach einem Wechsel von der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin zur Lufthansa-Tochter Eurowings müssen Piloten nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" mit Gehaltseinbußen von mehr als 40 Prozent rechnen. Das gehe aus einem Tarifvertrags-Entwurf der Eurowings-Geschäftsleitung vom 17. Oktober hervor, berichtet die "Welt" in ihrer Freitagsausgabe.

Aus einer internen Studie der Piloten-Vereinigung Cockpit ergebe sich, dass Eurowings unter den deutschen Ferienfliegern die niedrigsten Piloten-Gehälter zahle, heißt es in der "Welt" weiter. Die Gewerkschaft habe im September einen Gehaltsvergleich vorgenommen, in dem die Verdienste der Besatzungen von Air Berlin, Eurowings, Condor und Easyjet miteinander verglichen werden.

Während die Personalkosten bei großen Airlines wie Lufthansa, British Airways und KLM/Air France laut der Studie bei über 25 Prozent der Gesamtkosten lägen, betrügen sie bei Air Berlin nach den Recherchen von Cockpit nur knappe 13 Prozent.

Die Lufthansa, auch Mutter der AUA, einigte sich in der vergangenen Woche mit Air Berlin auf den Kauf großer Unternehmensteile. Lufthansa-Chef Carsten Spohr kündigte an, die Air-Berlin-Mitarbeiter sollten bei Eurowings Europe eingestellt werden, "mit deutschen Arbeitsverträgen". Dabei solle die Air-Berlin-Erfahrung angerechnet werden. (APA, 20.10.2017)

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    foto: ralf hirschberger
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