Erhöhte Gefahr von Cyberattacken zum Weltklimagipfel in Bonn

    19. Oktober 2017, 11:26
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    Befürchten Experten vom deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

    Die Weltklimakonferenz im November in Bonn könnte nach Einschätzung des deutschen Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) durch Cyberattacken gestört werden. "Es gibt zwar keine konkreten Hinweise auf bevorstehende Angriffe, aber wir haben eine erhöhte Gefährdungslage", sagte ein BSI-Sprecher am Donnerstag. Darauf haben man den Veranstalter und indirekt Beteiligte hingewiesen.

    Der BSI-Sprecher betonte, es sei durchaus denkbar, dass Aktivisten aus verschiedenen politischen Richtungen die Gelegenheit ausnutzten, den Ablauf der Konferenz zu stören. Denkbar sei auch ein Angriff auf die Webseiten der Beteiligten, um dies Sites lahmzulegen oder dort Botschaften zu platzieren.

    Erhöhten Bedrohungslage

    In dem Schreiben nennt das BSI auch staatliche Stellen und Geheimdienste als mögliche Angriffsziele: "Angesichts der politisch und strategisch besonders schutzbedürftigen Informationen zu den bei der Weltklimakonferenz verhandelten Themen ist prinzipiell von einer erhöhten Bedrohungslage bezüglich Hacktivismus sowie staatlicher bzw. nachrichtendienstlicher Angriffe (...) auszugehen", heißt es.

    Mögliche Ziele seien demnach die Konferenz selbst aber auch die Deutsche Bahn, Nahverkehrsunternehmen der Region wie etwa die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) sowie Mobilfunk- und Internet-Provider, wie die Deutsche Telekom. Potentiell betroffen wären durch sogenannte "Kollateralschäden" auch Kunden dieser Unternehmen und andere Unbeteiligte: "Es ist durchaus wahrscheinlich, dass IT-Systeme mit inhaltlichem oder geografischem Bezug zur Weltklimakonferenz direkt oder durch Kollateralschäden nicht-gezielter Angriffe in der Fläche betroffen sind," schreibt das BSI in dem nicht öffentlichen Papier.

    20.000 Delegierte

    Zu der Konferenz vom 6. bis zum 17. November werden etwa 20.000 Delegierte, Journalisten und Beobachter in Bonn erwartet. Mit Fidschi hat erstmals ein kleiner Inselstaat die Präsidentschaft inne. Deutschland ist technischer Gastgeber.

    Die Konferenz steht unter dem Eindruck des angekündigten Ausstiegs der USA aus dem Pariser Klimaabkommen. Das Abkommen sieht vor, die gefährliche Erderwärmung in einem weltweiten Kraftakt in den nächsten Jahrzehnten zu bremsen und so dramatische Folgen wie Dürren und einen Anstieg der Weltmeere zu mildern. Einzigartig ist der Pakt, weil sich fast alle Länder beteiligen. (APA, 19.10. 2017)

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    BSI

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