Innsbruck erhält neues Forschungsinstitut für pflanzliche Wirkstoffe

19. Oktober 2017, 09:00
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Land Tirol und Michael Popp Stiftung investieren insgesamt rund fünf Millionen Euro auf fünf Jahre

Innsbruck – Innsbruck erhält ein Forschungsinstitut für die Entwicklung neuer pflanzlicher Wirkstoffe. Insgesamt nehmen die Michael Popp Stiftung und das Land Tirol dafür im Zeitraum von fünf Jahren rund fünf Mio. Euro in die Hand. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Innsbruck sprach Tirols Landeshauptmann Günther Platter deshalb von einem "Freudentag" für den Wissenschaftsstandort.

Der Rektor der Universität Innsbruck und Physiker Tilmann Märk nannte das neue Institut einen "Quantensprung im Bereich des Mäzenatentums". Der "Mäzen" Michael Popp und dessen Michael Popp Stiftung, hinter der das Unternehmen "Bionorica SE" steht, sprach, nach der Summe der Investitionen befragt, von "Anfangsinvestitionen" und anschließend rund 600.000 Euro jährlich. Außerdem wird das Gebäude zur Verfügung gestellt. Zu diesen rund drei Millionen auf fünf Jahre gesehen, steuert das Land Tirol laut Platter noch 1,5 Mio. Euro für eine fünfjährige Stiftungsprofessur für das nach Michael Popp benannte neue Forschungsinstitut bei.

Neue Arbeitsplätze im Bereich der Phytowissenschaften

"Michael Popp ist ein verlässlicher Partner, der in Tirol schon massiv investiert hat", sagte der Landeshauptmann. Damit sprach er die Tatsache an, dass allein der Vorstandsvorsitzende der "Bionorica SE" in Tirol bisher bereits 30 Millionen investiert und 30 neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Insgesamt entstanden 80 Jobs im Bereich der Phytowissenschaften.

Tirols Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg beschrieb das Bundesland als "pulsierenden Wissenschafts- und Forschungsstandort", in dem jährlich 980 Millionen in Forschung und Wissenschaft investiert würden. Die pflanzliche Arzneimittelforschung finde daher auch eine "ideale Einbettung in die Forschungslandschaft Tirol und Innsbruck", so der Landesrat. Michael Popp selbst sprach davon, dass hier "etwas geschaffen wird, das wirklich einmalig ist". (APA, 19.10.2017)

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