"Tagespresse" mit Wahlanalyse aus dem Ausland: Die Reisewarnung

18. Oktober 2017, 16:06
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Während die Wall Street über den Sieg von Sebastian Kurz mit täglichen Dow-Jones-Allzeithöchstständen jubelt, habe auch Wladimir Putin schon gratuliert

Recht ausgeprägt ist – nach den vielen TV-Konfrontationen – das Bedürfnis, sich aus der Politikwirklichkeit zu verabschieden. So wie es die Grünen – mit traurigen Folgen – geschafft haben. Wer jedoch Politik ignoriert, um den kümmert sich Politik – besser, der Wähler bleibt also auf der Hut. Der Blick, der von außen auf das Alpenland fällt, bietet da zumindest ein wenig Kurzweil.

Dank an die Tagespresse aktuell (ORF 1) – sie hat dazu Stimmen gesammelt: Aus Brüssel ist etwa zu hören, die EU würde die Roaminggebühren wieder einführen (nur für Österreich), damit Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nicht zu viel mit Vizekanzler Strache telefonieren muss. Während die Wall Street über den Sieg von Sebastian Kurz mit täglichen Dow-Jones-Allzeithöchstständen jubelt, habe auch Wladimir Putin schon gratuliert.

Als Geschenk für Strache annektiert er Ibiza (für gemeinsame Urlaube). Schließlich der IS-Außenminister: Er zeigt sich besorgt und gibt für Jihadisten eine Reisewarnung bezüglich Österreich aus, wo natürlich weiterhin über Wahlmotive gerätselt wird.

Auch hier ist die Tagespresse aktuell am Puls des vermutlich Wahren. Die Argumentation, mit der etwa bei der SPÖ angekreuzt wurde, wird smart in nur einem Satz gebündelt: "Man darf eine Partei nicht nur nach ihrer Politik bewerten." Was den Zweitplatzierten anbelangt, serviert TA auch eine weitere interessante Vermutung: Christian Kern würde doch zehn Jahre in der Politik bleiben – als Wahlhelfer für die SPÖ-Hoffnung Hans Peter Doskozil.

Dies zeigt: Politinformation ist wichtig. Und: Möge die Tagespresse aktuell auch in neuer Machtkonstellation mit einer solchen versorgen können ... (Ljubiša Tošić, 18.10.2017)

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