Russischer Aktionskünstler zündet Bankfiliale in Paris an

16. Oktober 2017, 15:56
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Hatte erst im Mai Asyl in Frankreich erhalten – Legte schon beim Eingang zur KGB-Zentrale Feuer

Paris – Der nach Frankreich geflohene russische Künstler Pjotr Pawlenski hat in seinem Gastland mit einer umstrittenen Aktion für Aufsehen gesorgt: Er zündete eine Bankfiliale in Paris an und wurde am Montag wegen Sachbeschädigung verhaftet, teilte die Polizei mit. Bilder in sozialen Netzwerken zeigen den schwarz gekleideten Pawlenski vor der Bank, hinter zwei vergitterten Fenstern schlagen Flammen empor.

Das Feuer habe sich in einer Filiale in der Nähe des Bastille-Platzes ausgebreitet. Diese bleibe deshalb vorerst geschlossen, erklärte die Banque de France. Sie will den Künstler und seine ebenfalls verhaftete Lebensgefährtin Oksana Schaligina vor Gericht bringen.

Der 33-Jährige hatte erst im Mai Asyl in Frankreich erhalten. Der Kreml-Kritiker macht immer wieder mit spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam. Im Juni 2016 wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er an den Türen der Zentrale des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB in Moskau Feuer gelegt hatte. Davor nagelte er auch schon seine Hoden am Roten Platz fest.

Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung einer Theaterschauspielerin floh Pawlenski mit seiner Familie nach Frankreich und erhielt dort im Frühjahr Asyl. In Russland drohten ihm zehn Jahre Arbeitslager.

  • Pjotr Pawlenski (hier mit seiner Frau) wurde wegen Sachbeschädigung verhaftet.
    foto: apa/afp/martin bureau

    Pjotr Pawlenski (hier mit seiner Frau) wurde wegen Sachbeschädigung verhaftet.

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