Merkel rechnet mit "mehreren Wochen" für Jamaika-Sondierung

    16. Oktober 2017, 13:57
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    Am Mittwoch wollen CDU und CSU mit FDP und Grünen erste Gespräche führen

    Berlin – Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel bremst die Erwartungen an rasche Koalitionsgespräche über eine Jamaika-Koalition. "Was die Sondierungsgespräche anbelangt, so werden sie deutlich länger dauernd als diese Woche", sagte die CDU-Chefin am Montag. "Ich rechne da mit mehreren Wochen." Am Mittwoch wollen CDU und CSU mit FDP und Grünen erste Gespräche führen.

    Merkel begründete die lange Sondierungsphase mit einer "außergewöhnlichen politischen Konstellation" nach der Bundestagswahl. Das liege auch daran, dass sich die SPD sofort nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses in die Opposition verabschiedet habe. Es gebe deshalb für Union, Grüne und FDP die klare Verpflichtung, eine Regierungsbildung zu versuchen. Sie werde "sehr konstruktiv" in die Gespräche gehen. Es sei wichtig, lange Sondierungsgespräche über alle wichtigen Themen zu führen, weil der Erfolgsdruck bei anschließenden Koalitionsgesprächen viel höher sei. Deshalb könne es nicht um "ein persönliches Kennenlernprogramm" gehen.

    "Wir gehen als Union in diese Sondierung mit dem Selbstverständnis, dass wir die stärkste Kraft sind, dass wir fair mit allen verhandeln wollen", sagte Merkel. Sie sehe weder die Union noch FDP oder Grüne durch den Ausgang der Niedersachsen-Wahl als geschwächt an. (Reuters, 16.10.2017)

    • Kanzlerin Merkel am Montag in Berlin.
      afp photo / tobias schwarz

      Kanzlerin Merkel am Montag in Berlin.

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