Belästigungsvorwürfe gegen Ex-Googler und Netzaktivisten

16. Oktober 2017, 08:20
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Der prominente IT-Sicherheitsexperte Morgan Marquis-Boire galt als Vorkämpfer für Menschenrechte

Morgan Marquis-Boire gilt als einer der wichtigsten IT-Experten im Bereich der Überwachung: Er war bei Google angestellt, engagierte sich im Citizen Lab der Universität Toronto, bei First Look – das The Intercept herausgibt – und im Beirat der Electronic Frontier Foundation. Jetzt wurden schwerwiegende Vorwürfe gegen Marquis-Boire erhoben. Er soll vor drei Jahren mindestens eine Person sexuell belästigt haben, hieß es nun. Nach ersten Berichten meldeten sich in sozialen Medien zahlreiche andere Betroffene.

EFF: "Nehmen Anschuldigungen sehr ernst"

Alle genannten Organisationen gaben an, dass Marquis-Boire schon zurückgetreten sei oder sie selbst ihre Verbindungen zu ihm gekappt hätten. Der Sicherheitsexperte selbst hat noch kein Statement abgegeben. Die EFF gab etwa an, die Anschuldigungen "sehr ernst" zu nehmen. Auch die Freedom of the Press Foundation beendete die Zusammenarbeit mit Marquis-Boire.

Kein Einzelfall

Marquis-Boire ist kein Einzelfall. Netzaktivist Jacob Appelbaum wurden etwa Belästigung und Vergewaltigungen vorgeworfen. Wikileaks-Chef Julian Assange hält sich in der ecuadorianischen Botschaft in London auf, um sich Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden zu entziehen. (red, 16.10.2017)

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    Morgan Marquis-Boire hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert

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