Altach holt 0:2-Rückstand gegen die Admira auf

14. Oktober 2017, 20:21
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Südstädter gingen durch Treffer von Starkl und Knasmüllner in Führung, Lienhart und Gebauer sorgten doch noch für das Remis

Altach – Der FC Admira hat in der Fußball-Bundesliga den Sprung auf Platz vier verpasst. Die Niederösterreicher mussten sich am Samstag nach einer 2:0-Führung beim SCR Altach mit einem 2:2 begnügen. Die Niederösterreicher bauten aber immerhin ihre ungeschlagene Serie auf fünf Partien aus und rückten bis auf einen Punkt an die Austria heran, die im Sonntag-Schlager der 11. Runde bei Sturm Graz gastiert.

Die Vorarlberger sind nun schon vier Partien sieglos und weiter auf Rang sieben zu finden. Mit 13 Zählern zogen sie nach Punkten mit dem sechstplatzierten Aufsteiger LASK gleich. Andreas Lienhart (53.) und Christian Gebauer (83.) sicherten den Altachern vor 5.072 Zuschauern noch einen Punktgewinn. Für die Admiraner trafen Dominik Starkl (42.) und Christoph Knasmüllner (51.), Lukas Grozurek vergab einen Elfmeter (75.).

Die Admiraner nahmen den Schwung nach der Länderspielpause mit und waren in der Cashpoint Arena dank eines mutigen Auftritts vor der Pause klar spielbestimmend. Bei einem Kopfball von Sasa Kalajdzic (22.) reagierte Altach-Tormann Martin Kobras gut. Bei Abschlüssen von Maximilian Sax (29.) und dem zuletzt ins ÖFB-Nationalteam berufenen Knasmüllner (30.) fehlte nicht viel. Die Führung deutete sich also an und fiel noch vor der Pause. Nach einem schönen Spielzug samt Grozurek-Flanke köpfelte Starkl im Strafraum völlig frei stehend ein (42.).

Altach konnte sich in der Offensive mit Ausnahme eines Dobras-Schusses (24.) überhaupt nicht in Szene setzen, viele Fehlpässe prägten das Spiel. Genauso wie Nachlässigkeiten in der Defensive, wie auch gleich nach Wiederbeginn. Der von Starkl bediente Knasmüllner bekam viel zu viel Platz und konnte überlegt ins lange Eck einschießen (51.). Die Entscheidung war damit aber noch nicht gefallen, da die Hausherren glücklich zurück ins Spiel fanden. Eine abgerissene Lienhart-Flanke senkte sich ins Tor, der überraschte Admira-Goalie Andreas Leitner sah nicht gut aus (53.).

Es war wie ein Weckruf für die Altacher, die plötzlich den Ton angaben und auf den Ausgleich drängten. Näher an einem Torerfolg waren vorerst trotzdem die Admiraner. Grozurek ging im Strafraum leicht zu Boden, scheiterte mit einem unplatzierten Elfmeter aber an Kobras (75.). Der vergebene "Matchball" rächte sich. Gebauer nahm sich von der Strafraumgrenze ein Herz und traf genau ins Eck, Leitner hatte diesmal keine Chance (83.). Es war der Bundesliga-Premierentreffer für den 23-Jährigen.

Beinahe hätte die Schmidt-Truppe die Partie noch komplett gedreht, Markus Wostry konnte einen Aigner-Abschluss aber vor der Linie klären (86.). Die Admira blieb damit zum vierten Mal nacheinander in der Liga gegen Altach ohne Niederlage. (APA, 14.10.2017)

Fußball-Bundesliga (11. Runde):
SCR Altach – FC Admira 2:2 (0:1)
Altach, Cashpoint Arena, 5.072, SR Ciochirca

Torfolge:
0:1 (42.) Starkl
0:2 (51.) Knasmüllner
1:2 (53.) Lienhart
2:2 (83.) Gebauer

Altach: Kobras – Lienhart, Zech, Zwischenbrugger, Honsak – Piesinger (72. Ngwat-Mahop) – Tekpetey (66. Schreiner), Dobras, S. Nutz (46. P. Salomon), Gebauer – Aigner

Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Strauss, Posch – Sax, Lackner, Knasmüllner (73. Maier), Starkl (78. Schmidt) – Kalajdzic (46. D. Toth), Grozurek

Gelbe Karten: Zech bzw. Grozurek

Anm.: Grozurek scheiterte mit einem Elfmeter an Altach-Goalie Martin Kobras (75.)

Klaus Schmidt (Altach-Trainer): "Das war zwischendurch ein gewonnener Punkt, am Ende aber vielleicht sogar zwei verlorene Punkte. Wir sollten aber nicht vergessen, dass uns Kobras mit dem gehaltenen Elfmeter am Leben gehalten hat. Wir wollten in der ersten Hälfte hohes Risiko eingehen, das hat aber überhaupt nicht funktioniert. In der zweiten Hälfte sind wir über die Leidenschaft wieder ins Spiel gekommen."

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): "Das 2:2 fühlt sich wie eine Niederlage an, weil wir die bessere Mannschaft waren und das Spiel nicht mehr aus der Hand geben hätten dürfen. Heute haben wir einen Toten zum Leben erweckt. Ich bin richtig sauer über die verlorenen Punkte."

  • Die Altacher, hier Hannes Aigner, bewiesen großes Kämpferherz.
    foto: apa/stiplovsek

    Die Altacher, hier Hannes Aigner, bewiesen großes Kämpferherz.

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