David Lagercrantz' "Verfolgung": Riskante Suche

13. Oktober 2017, 10:48
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In der neuen Fortsetzung von Stieg Larssons Werk sucht Lisbeth Salander nach ihren Wurzeln

Lisbeth Salander, das Computergenie und schillernde Geschöpf, das Stieg Larsson erfunden hat, befindet sich im neuen Roman von David Lagercrantz im Gefängnis. Ein absurdes Urteil hat sie aus dem Verkehr gezogen. Lisbeth scheint das egal zu sein. Stoisch befasst sie sich mit mathematischen Problemen und schottet sich ab.

Nicht egal ist ihr die Zellennachbarin, eine Muslimin, die von einer Bandenanführerin im Auftrag der Brüder wegen der "Familienehre" gequält wird. Die Gefängnisleitung unternimmt nichts dagegen, also handelt Lisbeth, und das reicht von Erpressung bis zur Schlägerei. Das ist aber nur der Auftakt zu Suche Lisbeths nach ihren Wurzeln.

Der Journalist Blomkvist hilft ihr dabei. Was riskant ist, denn es sterben Leute, die Lisbeth Auskunft hätten geben können. Lagercrantz, von der Familie Stieg Larssons dazu ausersehen, das Werk des 2000 verstorbenen schwedischen Autors fortzuführen, liefert einen sehr polierten Thriller mit einem unbefriedigenden Schluss, der auf Fortsetzung schielt. (Ingeborg Sperl, 13.10.2017)

David Lagercrantz, "Verfolgung". Deutsche Übersetzung von Ursel Allenstein. € 23,70 / 476 Seiten. Heyne, München 2017

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    foto: heyne

    David Lagercrantz, "Verfolgung". Deutsche Übersetzung von Ursel Allenstein. € 23,70 / 476 Seiten. Heyne, München 2017

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