Hacker stahlen sensible Daten der australischen Rüstungsindustrie

    12. Oktober 2017, 14:05
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    Rüstungsminister Pyne sieht keine Gefahr für das Militär

    Bei einem Cyber-Angriff in Australien haben unbekannte Hacker sensible Daten zum Tarnkappenjäger F-35 und zu anderen Rüstungsprojekten entwendet. Für den Angriff auf die Rechner eines Subunternehmens hätten die Hacker ein Programm genutzt, das häufig von chinesischen Cyberkriminellen eingesetzt werde, gab die australische Cybersicherheitsbehörde ASD am Donnerstag bekannt.

    Schon im Juli 2016 erfolgt

    Auch Daten zu Marineschiffen und Überwachungsfliegern seien betroffen. Der Hackerangriff sei bereits im Juli vergangenen Jahres erfolgt, berichtete die Technologie-Website ZDNet Australia. Allerdings sei das ASD erst im November darauf aufmerksam geworden. Unter den erbeuteten Daten seien Informationen zu der neuesten Generation von US-Kampffliegern, hoch entwickelten Marine-Aufklärungsbooten und modernen Überwachungsflugzeugen, wie ein Sprecher des ASD erklärte.

    Australiens Rüstungsminister Christopher Pyne gab eine Teil-Entwarnung. Die entwendeten Informationen stünden "nicht unter Verschluss" und stellten in keiner Weise eine Gefahr für das Militär dar, sagte er in Adelaide. Zu den möglichen Urhebern der Tat wollte Pyne sich nicht äußern.

    In Australien hat sich die Anzahl von Cyberangriffen im vergangenen Jahr um 15 Prozent erhöht, wie der Vizeminister für Cybersicherheit, Dan Tehan, erst vor wenigen Tagen erklärt hatte. Zur Eindämmung der Cyberkriminalität stellt die australische Regierung laut Rüstungsminister Pyne Milliardensummen bereit. (APA, 12.10.2017)

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    ASD

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