4,9 Millionen Österreicher und Österreicherinnen spielen Videospiele

    11. Oktober 2017, 10:59
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    Neue Studie des ÖVUS widerlegt zahlreiche Vorurteile und gibt Einblick ins Land der GamerInnen

    4,9 Millionen Österreicher und Österreicherinnen spielen am Smartphone, am PC oder auf der Konsole Videospiele. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Österreichischen Verbands für Unterhaltungssoftware (ÖVUS), die beim Marktforscher GfK in Auftrag gegeben wurde. Das sind mehr als zwei Drittel (68 Prozent) in der untersuchten Zielgruppe (Personen in Internethaushalten) und über die Hälfte der Gesamtbevölkerung.

    Smartphones vor PC und Konsolen, aber...

    "Sechs von zehn Österreicherinnen und Österreichern in Internethaushalten spielen regelmäßig (mehrfach im Monat). Und fast jeder zweite davon (46 Prozent) spielt täglich oder beinahe täglich", heißt es in der Studie.

    Die beliebteste Gaming-Plattform ist dabei das Smartphone mit 3,5 Millionen Spielern und Spielerinnen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der PC mit 2,3 Millionen und Konsolen mit 2,2 Millionen Gamern. Dafür würden Fans hier aber umso intensiver spielen. Die durchschnittliche wöchentliche Spielzeit beträgt am PC über 6 Stunden, auf Konsole knapp unter 6 Stunden. Auf dem Smartphone werde im Schnitt nur 4,7 Stunden pro Woche gespielt.

    Gar nicht so jung

    "Das Durchschnittsalter von Gamern in Österreich beträgt 35 Jahre. Zwischen Männern und Frauen herrscht fast Gleichstand. 53 Prozent der Gamer sind männlich, 47 Prozent weiblich", heißt es weiter. Beim Vergleich der Geschlechter zeige sich, dass Männer häufiger spielen. Sie kommen im Durchschnitt auf 12 Spielstunden pro Woche, Frauen auf 8,3 Wochenstunden.

    Auch bei der bevorzugten Plattform gibt es Unterschiede. Während Smartphone und Tablet von beiden Geschlechtern gleich stark genutzt werden, sind Männer auf PC und Konsole überrepräsentiert. 62 Prozent der PC-Gamer und 67 Prozent der Konsolengamer sind männlich.

    "Österreich kein statistischer Anhang von Deutschland"

    Laut ÖVUS würde die neue Studie auch einige Vorurteile widerlegen. "Österreich wurde von statistischer Seite bisher als Anhang des deutschen Spielemarktes gesehen. Nicht zuletzt deshalb war es dem Österreichischen Verband für Unterhaltungssoftware ein Anliegen, erstmals eine detaillierte Österreich-spezifische Studie erstellen zu lassen", erläutert ÖVUS-Präsident Niki Laber. "Ihr Ergebnis widerlegt gängige Vorurteile. Der typische Gamer ist kein männlicher Teenager. Digitale Unterhaltung ist für mehr als die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher eine beliebte Freizeitbeschäftigung, für Frauen und Männer gleichermaßen. Ich hoffe, dass unsere Studie dazu beiträgt, das althergebrachte Schubladendenken zum Thema digitale Unterhaltung in eine breite Akzeptanz umzuwandeln", so Laber abschließend. (red, 11.10.2017)

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