Schweinskopf vor Tiroler Flüchtlingsheim platziert

11. Oktober 2017, 08:58
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Polizei ermittelt, Grüne fühlen sich an FPÖ erinnert

Innsbruck – Wie erst jetzt bekannt wurde, haben vorerst unbekannte Täter in der Nacht auf Sonntag vor einer Flüchtlingsunterkunft in Kirchbichl im Bezirk Kufstein einen Schweinskopf platziert. Nach Angaben der Polizei vom Dienstag wurde der Tierschädel an einer Holzlatte befestigt. Die Erhebungen waren im Laufen.

Die Tat wurde am Samstag zwischen 23.00 und 24.00 Uhr verübt. Sachschaden sei keiner entstanden, so die Polizei.

In Tirol gab es bereits vor kurzen einen ähnlichen Fall. In der Nacht auf den 28. Mai landete der Kopf eines gegrillten Spanferkels am Grundstück des türkischen Kulturvereins ATIB in Schwaz. Das Tiroler Landesamt für Verfassungsschutz nahm in dieser Causa Ermittlungen auf.

Den Klubobmann der Tiroler Grünen, Gebi Mair, erinnerte der aktuelle Vorfall "frappant" an jene "Schwazer Sauschädel-Affäre".

Die FPÖ habe monatelang eine Schließung des Heims in Kirchbichl gefordert, und diese "Agitation" falle nun auf "fruchtbaren Boden", so Klubobmann Mair, in einer Aussendung. "Wer auch immer in Kirchbichl einen Schritt weiter gegangen ist, als die Täter von Schwaz und das im Islam verbotene Schwein nicht vor einem Kulturverein abgelegt, sondern direkt an die Tür einer Flüchtlingsunterkunft gelegt hat, hat sich von der FPÖ inspirieren lassen", meinte Mair. (APA, 10.10.2017)

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