BMW 440i Cabrio: Noch einmal schnell ein bisschen Sonne

    15. Oktober 2017, 15:11
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    Reihensechszylinder, 326 PS, Allrad, versenkbares Festdach: Ganz schön viel Cabrio, dieser 4er-BMW

    Wien – Spaß an der Freud, Freud am Spaß – ein hübsches Reziprok- Motto, das BMW diesem Auto mitgegeben hat. Zwar kann er nicht ordentlich laden, Leute bequem nach hinten befördern oder dort frisurschonend unterbringen. Dafür aber weckt er Lebenslust durch Fahrvergnügen und Naturgenuss. Hinaus aufs Land, noch einmal schnell ein bisschen Sonne tanken, das stand folglich auf dem Testplan. Markentypische weißblaue Tage, weiße Wolken, blauer Himmel, milde Altweibersonne. Haucht dich die Luft um den Nacken trotzdem zu frisch an, schaltest du den Nackenwärmer ein.

    foto: andreas stockinger
    Der offene ist bei einem Cabrio naturgemäß der wünschenswerteste Aggregatzustand.

    Zur Testwagenfarbe sagen Sie bloß nicht rostrot, das heißt Sunset-Orange. Und der 440i xDrive ist zwar eine echte "Braucht kein Mensch"-Version, aber was für ein Vergnügen! Da haben wir einmal den phänomenalen neuen twinscrollturbobeatmeten Dreiliterreihensechser mit 326 PS. Akustisch versetzt er das Trommelfell in Schwingungen mit dezenten Hinweisen, genötigtenfalls richtig böse loslegen zu können. Macht man aber in der Regel nicht, sondern cruist souverän durchs Land.

    foto: andreas stockinger
    Beim Dachkonzept wird es interessant, ob BMW beim Nachfolger vom Festdach auf das textile wechselt – wie die Konkurrenz.

    Dann war da auch noch Allrad. Für ein Cabrio? Nachvollziehbarer Ansatz für ein Gefährt, das sich dank versenkbarem Festdach im geschlossenen Zustand als vollwertiges Coupé geriert, und hilft auch sonst bei glitschigem Untergrund, im Herbst zum Beispiel.

    foto: andreas stockinger
    Weißes Leder innen, Sunset-Orange außen.

    BMW ist in der Klasse der letzte Festdachkandidat – die Cabrios von Mercedes C-Klasse und Audi A5 setzen auf Textil. Da müssen sich auch die Designer nicht so verrenken, um akzeptable Lösungen zu finden, speziell im C-Säulen-Bereich ist das beim Blechdach immer so ein Problem. Außerdem ist ein Fetzendachl leichter zu verstauen, nimmt weniger Kofferraum weg und wiegt weniger, aber unterm Strich gilt auch in dem Punkt für das 4er-Cabrio: Passt eh. Passt vor allem im offenen, dem bildschönen Zustand.

    foto: andreas stockinger
    Der 4er von BMW ist das letzte Festdachcabrio in seiner Klasse.

    Unterm Strich ist der 440i xDrive der Gipfel des 4er-Cabrios – motorisch nur noch getoppt vom offenen M4 mit 431 PS. Den gibt's aber nicht mit Allrad. (Andreas Stockinger, x.10.2017)

    foto: andreas stockinger

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    BMW

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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