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    Wie viel Wachstum braucht die Welt?

    4. Oktober 2017, 09:48

    Immer höher, immer weiter? Die Wirtschaftskrise und der Klimawandel zeigen dem Wachstum seine Grenzen auf – und bieten gleichzeitig Chancen für nachhaltige Unternehmen wie Sonnentor.

    Geht‘s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut – so die vielzitierte Kampagne der Österreichischen Wirtschaftskammer. Jahrzehntelang wurde das Wohlbefinden der Wirtschaft mit dem Wachstum eben dieser gleichgesetzt. Eine boomende Konjunktur galt als Garant für mehr Steuereinnahmen, mehr Wohlstand und mehr Arbeitsplätze. Seit der Wirtschaftskrise 2008 geriet diese Maxime jedoch ins Wanken und zeigte vor allem hoch industrialisierten Ländern die Grenzen des Wirtschaftswachstums auf. Der Klimawandel und der fortschreitende Verbrauch endlicher Ressourcen werfen zudem die Frage auf: Wie viel Wachstum verträgt unser Planet eigentlich?

    Die Folgen des Wachstums

    Nirgends lassen sich die negativen Auswirkungen der Wachstumsmaxime so beobachten wie in der Landwirtschaft. Versuche, der Erde noch mehr Ertrag abzugewinnen, haben ihre Spuren hinterlassen. Ausgelaugte Böden schaffen es kaum noch, Wetterextreme wie starke Regengüsse oder Wind abzufedern. Großflächige Erosionen, Bodenverdichtungen und Überschwemmungen sind die Konsequenz und führen uns die Endlichkeit der Ressourcen plakativ vor Augen. Eine große Herausforderung für Landwirte, Unternehmen und die Gesellschaft.

    Aus der Not eine Tugend machen

    Jemand, der diese Herausforderungen bereits vor fast 30 Jahren als Chance erkannt hat, ist Johannes Gutmann. Der Sonnentor Gründer gilt als Pionier im Bio- und Nachhaltigkeitsbereich und verzeichnet gleichzeitig zweistellige Wachstumsraten in seinem Unternehmen. Ein Widerspruch? Ganz und gar nicht, denn Gutmann ist überzeugt: "Kein Wachstum bedeutet Stillstand und ein Unternehmen muss in Bewegung bleiben." Vielmehr tritt er dafür ein, sich von der althergebrachten Definition von Wachstum zu lösen. "Wir müssen weg vom klassischen Schwarz-Weiß denken. Wachstum zu verteufeln ist der falsche Weg. Gleichzeitig müssen wir unser Verständnis davon hinterfragen."

    Qualität statt Mengenwachstum

    Weg vom Mengendenken, hin zu mehr Qualität, mehr Innovationen und einer nachhaltigen Entwicklung lautet das Credo des Bio-Pioniers. "Wir gehen von Anfang an bewusst und konsequent den Weg des nachhaltigen und alternativen Wirtschaftens. Authentizität, Handarbeit, Fairness und ein ressourcenschonender Umgang mit Mensch und Natur sind gelebte Firmenphilosophie. Die Uhren laufen im Waldviertel oftmals anders – doch wir sind nicht trotz allem, sondern gerade deshalb so erfolgreich." Und damit ist er nicht allein. Der Begriff des nachhaltigen Wirtschaftens hat in den letzten Jahren in nationalen und internationalen Organisationen stark an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Unternehmen werden sich ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst. So konnte unter anderem die Gemeinwohl-Ökonomie entstehen – eine Form des Wirtschaftens, die nicht den Gewinn, sondern das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt.

    Die Kehrseite der Medaille

    Trotzdem – der Erfolg ist nicht immer unproblematisch. Der Tee- und Gewürzproduzent Sonnentor vertreibt seine Produkte inzwischen in über 50 Ländern, rund 40 Millionen Euro wurden im letzten Geschäftsjahr umgesetzt. Das freut den Gründer, stellt ihn aber auch vor Herausforderungen. "Um unsere Kunden weltweit zu erreichen, benötigen wir jede Menge Energie. Vor allem durch Mobilität und Heizung wird sehr viel CO2 ausgestoßen", gibt sich Gutmann durchaus kritisch. Wie geht man damit um? "Wir halten unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich und setzen auf Handarbeit, nachhaltige Fortbewegung und erneuerbare Energie. Außerdem investieren wir in den gezielten Humusaufbau und kompensieren somit CO2." So hat es der Familienbetrieb geschafft, klimaneutral zu wirtschaften.

    Gutmann möchte auch in Zukunft mit positivem Beispiel vorangehen. "Viele fragen mich, was denn das Erfolgsgeheimnis von Sonnentor ist. Dahinter steht keine komplizierte Formel. Es geht einfach darum, der Natur und uns Menschen nicht mehr abzuverlangen, als notwendig ist." Und er fügt schmunzelnd hinzu: "Denn geht's uns allen gut, geht's der Wirtschaft gut."

    • Die Wirtschaftskrise und der Klimawandel zeigen der Wirtschaft ihre Grenzen auf. Wie viel Wachstum verträgt unser Planet noch?
      foto: sonnentor

      Die Wirtschaftskrise und der Klimawandel zeigen der Wirtschaft ihre Grenzen auf. Wie viel Wachstum verträgt unser Planet noch?

    • Nachhaltiges Wirtschaften hat in den letzten Jahren in nationalen und internationalen Organisationen stark an Bedeutung gewonnen
      foto: sonnentor

      Nachhaltiges Wirtschaften hat in den letzten Jahren in nationalen und internationalen Organisationen stark an Bedeutung gewonnen

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