St. Pöltner Hausmann KG beantragt Sanierung

26. September 2017, 16:38
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Mehr als 100 Gläubiger und 57 Arbeitnehmer betroffen – Traditionsunternehmen soll reduziert fortgeführt werden

St. Pölten – Die in den Sparten Leder-, Papier- und Schreib- sowie Spielwaren tätige Georg Hausmann KG aus St. Pölten hat den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt. Der Gläubigerschutzverband Creditreform bezifferte die Passiva am Dienstag mit mehr als 2,1 Mio. Euro. 100 bis 140 Gläubiger und 57 Arbeitnehmer, laut AKV auch zwei Lehrlinge, seien betroffen.

Hausmann wurde 1972 gegründet, das alteingesessene Handelsunternehmen betreibt österreichweit 15 Filialen: vier in St. Pölten, je zwei in Wiener Neustadt und Krems, weiters Wien-Auhofcenter, Donauzentrum Wien, Vöcklabruck, Liezen, Linz, Tulln und Amstetten, so der KSV1870 und Creditreform. Als Insolvenzursachen wurden extremer Preiskampf und unglaublicher Margendruck genannt.

Das Unternehmen soll reduziert fortgeführt werden. "Restrukturierungsmaßnahmen wurden offenbar bereits vorbereitet", berichtete der KSV. Den Gläubigern wird die "Mindestquote" von 20 Prozent binnen zwei Jahren angeboten. (APA, red, 26.9.2017)

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