Austria verteidigt sich in Salzburg zum 0:0

24. September 2017, 18:30
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Meister klar überlegen, Veilchen dank Aushilfsgoalie Pentz defensiv stabil

Salzburg – Die Brisanz der Ausgangslage war dem Match in der Red-Bull-Arena zunächst nicht anzusehen gewesen. Die Austria, nach einer Sohlenblessur von Osman Hadzikic erst zum zweiten Mal mit dem 20-jährigen Ex-Salzburg-Junior Patrick Pentz im Tor, versuchte zunächst sicher zu stehen.

Ohne den erkrankten Stürmer Christoph Monschein wirkten die Wiener allerdings nicht sonderlich entschlossen, im 14. Versuch endlich wieder einmal gegen den Serienmeister zu gewinnen.

Standardsituationen über Raphael Holzhauser waren die Hoffnung, der violette Ballverteiler sorgte jedoch fast für den schnellen Rückstand, als er im eigenen Strafraum den Ball mit dem Oberarm bändigte (9.). Schiedsrichter Markus Hameter verzichtete aber bei dieser Aktion ebenso auf einen Elfer wie nach einem klaren Strafraumfoul von Stefan Lainer gegen Kevin Friesenbichler (11.).

foto: apa/krugfoto
Patrick Pentz war in seinem zweiten Bundesliga-Spiel oft im Mittelpunkt.

Völlig regelkonform war dagegen eine Parade von Alexander Walke bei einem Kopfball Friesenbichlers nach Freistoß von Holzhauser (26.). Der einzigen guten Austria-Chance standen mehrere Gelegenheiten der stark andrückenden Salzburger gegenüber, doch Pentz vereitelte Treffer von Munas Dabbur (19.), Fredrik Gulbrandsen (29.) sowie Valon Berisha (45.). Bei einem Schuss von Amadou Haidara hätte der sichere Torhüter allerdings kaum eine Chance gehabt, doch der ging fehl (38.).

Halbzeit zwei wie gehabt

Die zweite Hälfte eröffnete Pentz mit einer Parade gegen Hannes Wolf (54.), in Schwung wollte die Partie danach nicht mehr so richtig kommen, vor allem weil die Salzburger nicht gerade vor Ideen sprühten und es in den wenigen guten Szenen an Präzision fehlen ließen.

foto: apa/krugfoto
Sogar sehr oft.

Die in dieser Phase fast einzige Chance vergab Austrias junger Verteidiger Mohammed Kadiri per Kopf nach Flanke von Holzhauser. Und als Pentz auch noch einen Freistoß von Berisha parierte, dem Kosovaren also das 200. Pflichtspiel für Salzburg verdarb, war das torlose Remis der eigentlich torgefährlichsten Teams der Bundesliga amtlich und die Spitzenposition von Sturm gerettet. Salzburg (daheim gegen Marseille) und die Austria (bei AEK Athen) gehen unbesiegt in ihre zweiten Europa-League-Auftritte am Donnerstag. (red, 24.9.2017)

Bundesliga, 9. Runde, Sonntag

FC Red Bull Salzburg – FK Austria Wien 0:0
Red-Bull-Arena, 8.100 Zuschauer, SR Hameter

Salzburg: Walke – Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Samassekou – Haidara (67. Schlager), Wolf, Va. Berisha – Gulbrandsen (75. Daka), Dabbur

Austria: Pentz – Klein, Kadiri, Serbest, Martschinko – Holzhauser – Prokop (77. Tajouri), Alhassan, Lee (60. De Paula), Pires (93. Salamon) – Friesenbichler

Gelbe Karten: Haidara, Miranda bzw. Lee, Holzhauser, Friesenbichler

Stimmen:

Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Wir hätten uns heute unbedingt einen Sieg verdient gehabt. Deshalb kann ich mit dem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden sein, aber sehr wohl mit der Leistung meiner Mannschaft. Wie die Jungs die Mehrfachbelastung wegstecken, ist außergewöhnlich. Das ist richtig stark. Heute hat uns vielleicht der letzte Punch vor dem Tor gefehlt. Es würde mich auch für sie freuen, wenn die Leistung auch auf allen Linien honoriert werden würde."

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Es war das erwartet schwere Spiel. Durch die vielen Verletzten haben wir die Abwehr wieder umstellen müssen, mussten auch die Taktik gegenüber den letzten Jahren umstellen. Die Defensive war sehr ordentlich. Sie haben sehr diszipliniert gespielt. Dass Red Bull zu Chancen kommt, ist nicht zu verhindern. Nach vorne ist nicht viel gegangen. Wir wollten uns eigentlich mit Kontern befreien, das war aber nicht möglich. Was zählt, ist dass wir – im Gegensatz zu den letzten Jahren – einen Punkt gemacht haben."

Raphael Holzhauser (Austria-Kapitän): "Trotz der vielen Neuen findet sich die Mannschaft immer besser und steht in der Defensive immer stabiler. Das war auch der Hauptgrund für diesen Punkt heute."

  • Austria-Goalie Patrick Pentz zog den Bullen den Zahn.
    foto: apa/krugfoto

    Austria-Goalie Patrick Pentz zog den Bullen den Zahn.

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