Djuricin nach 4:2: "Nicht übereuphorisch werden"

24. September 2017, 11:46
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Rapid-Trainer sieht Aufwärtstrend, kritisiert aber sechs Gegentore in drei Partien: Beim Umschalten "machen wir die zehn, 15 Meter nicht schnell genug"

Wien – Rapid kommt schön langsam in die Gänge. Durch den 4:2-Heimsieg am Samstag gegen den WAC gelang den Hütteldorfern zum Abschluss des ersten Saisonviertels der Sprung auf Tabellenplatz vier, zudem sind die Grün-Weißen nun schon seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen.

Der Aufwärtstrend ist laut Trainer Goran Djuricin die Folge einer Weiterentwicklung im physischen und spielerischen Bereich. Daher werde künftig im Gegensatz zu den vergangenen Wochen ein Vorsprung nur noch selten verspielt werden, versprach der Wiener. "Wir sind jetzt körperlich so fit, haben so viel Selbstvertrauen und sind so gut eingespielt, dass uns das nicht mehr oft passieren wird", sagte Djuricin und scherzte: "Nach dem 3:1 habe ich gewusst, wir können nicht mehr 2:2 spielen."

Der vierte Rapid-Treffer ging auf das Konto von Philipp Schobesberger, dessen Comeback die Grün-Weißen in den vergangenen Wochen sichtlich beflügelte. "Man kann den Aufschwung nicht nur an einem Spieler festnageln, aber natürlich bringt er eine gewisse Qualität in die Mannschaft, die vorher nicht da war", erklärte Djuricin. Wie lange der Flügelspieler das Offensivspiel der Grün-Weißen noch beleben wird, ist allerdings offen – sein Vertrag läuft mit Saisonende aus.

Gerangel im Kader

Zumindest derzeit ist Schobesberger noch eine Konstante bei Rapid. Durch seine Rückkehr und einige Neuerwerbungen wird bei den Wienern der Kampf um einen Platz im 18-Mann-Aufgebot immer härter. Gegen den WAC etwa durfte Joelinton nicht einmal auf der Bank Platz nehmen, dafür absolvierte Steffen Hofmann im Finish seinen ersten Liga-Einsatz seit fünf Wochen. Djuricin zeigte sich erfreut über die große Konkurrenz. "Es geht um Leistung im Training. Jeder muss Gas geben, damit er im Kader ist."

Es ist aber noch längst nicht alles eitel Wonne im Lager von Rapid. So störte Djuricin die Tatsache, dass seine Kicker in den jüngsten drei Meisterschaftsmatches sechs Gegentore kassierten. "Das ist zu viel. Beim Umschalten von Offensive auf Defensive reagieren wir oft nicht gut, machen die 10, 15 Meter nicht schnell genug, oder es passiert ein individueller Fehler."

Folgerichtig zog Djuricin nach dem Erfolg über den WAC ein relativ nüchternes Resümee. "Wir wollen nicht übereuphorisch werden. Wir haben gewonnen und gut gespielt, das war's." (APA, red, 24.9.2017)

  • Für Trainer Goran Djuricin kassiert Rapid noch zu viele Gegentore.
    foto: apa/haumer

    Für Trainer Goran Djuricin kassiert Rapid noch zu viele Gegentore.

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