Fight um DTM-Gesamtsieg vor Saisonfinish völlig offen

22. September 2017, 15:29
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Wahl-Tiroler Ekström in der "Pole Position" – Auer erster Verfolger des Routiniers – Titelverteidiger Wittmann voll im Rennen

Spielberg – Die Ausgangslage im Saisonfinish der DTM könnte spannender nicht sein. Die Top Ten trennen vor dem Rennwochenende am Red-Bull-Ring in Spielberg nur 39 Zähler. Angeführt wird das Gesamtklassement vor den abschließenden vier Rennen von Audi-Pilot Mattias Ekström. Nur neun Punkte dahinter lauert der Österreicher Lucas Auer im Mercedes.

Theoretisch ist es sogar noch für 16 der 18 Fahrer möglich, den Titel zu erobern. 112 Punkte sind in Spielberg und am Hockenheimring zu vergeben, wobei Rennsiege 25 und Qualifying-Bestzeiten drei Zähler wert sind. Auch auf die Hersteller sind die Top-Platzierungen in der Zwischenwertung gleichmäßig verteilt. Audi hat vier, BMW und Mercedes je drei Piloten unter den besten Zehn.

Die besten Karten auf seinen dritten DTM-Gesamtsieg hat Routinier Ekström – und das kurioserweise, ohne einen einzigen Saisonsieg gefeiert zu haben. Der Schwede liegt nicht nur derzeit in der Tabelle voran, sondern dürfte auch enorm von der kürzlich erfolgten Abschaffung der Performance-Gewichte profitieren. Schließlich waren es die Audi-Teams, die zuletzt die meisten Kilos draufpacken mussten. Auch für Mercedes bringt das Ende der Regelung Vorteile mit sich. Negative Auswirkungen könnte es für BMW geben.

Herausforderer Auer spricht nach der Abschaffung der Zusatzgewichte von einem Neustart. "Es ist alles möglich. Das Wochenende ist vorentscheidend für die Meisterschaft und das Feld ist extrem eng", weiß der 23-Jährige. Um am Ende ganz vorne zu stehen, wartet auf den Tiroler noch ein hartes Stück Arbeit: "Die drei Saisonsiege bisher waren schön, aber das reicht nicht für die Meisterschaft."

Der Heimvorteil in Spielberg kommt für "Luggi" gelegen. "Ich habe sehr viel Erfahrung am Red-Bull-Ring, bin 2012 das erste Rennen in der Deutschen Formel 3 hier gefahren." Damals feierte Auer ebendort auch einen Heimsieg.

Titelverteidiger Marco Wittmann mischt als bester BMW-Pilot im Spitzenfeld mit. Der Rückstand des derzeit Vierplatzierten auf Leader Ekström beträgt 21 Punkte. "Eine Titelverteidigung ist immer schwieriger, als einen Titel einzufahren. 2015 habe ich es nicht geschafft, dieses Jahr haben wir eine bessere Position", meint der Deutsche.

Ausschlaggebend werden ihm zufolge nicht unbedingt einzelne Rennsiege sein. "Der Schlüssel ist, die letzten vier Rennen konstant zu punkten, wenig Fehler zu machen und locker zu bleiben", so Wittmann, der in der Vergangenheit zwei Siege in der Steiermark einfahren konnte.

Der Tabellen-Sechste Mike Rockenfeller hält die laufende Saison für eine sehr spezielle. "Es sind wirklich zehn Fahrer, die noch Champion werden könnten", rechnet sich der Audi-Pilot noch Chancen aus: "Nach dem Wochenende kann zum Beispiel der Sechste der Meisterschaft auf einmal führen." Der Red Bull Ring zählt zu den Lieblingsstrecken des 33-Jährigen. "Für den Fahrer hat die Strecke alles, was man sich wünscht. Man kann gut überholen, was gut für die Fans ist", so der Gesamtsieger von 2013. (APA; 22.9.2017)

  • Die DTM-Fahrer Lukas Auer (AUT), Mike Rockenfeller (GER) und Marco Wittmann (GER) im Vorfeld des DTM-Laufs in Spielberg.
    foto: apa/scheriau

    Die DTM-Fahrer Lukas Auer (AUT), Mike Rockenfeller (GER) und Marco Wittmann (GER) im Vorfeld des DTM-Laufs in Spielberg.

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