US-Polizisten erschossen Gehörlosen

    21. September 2017, 17:26
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    Tödlicher Irrtum: Polizisten erschossen einen Behinderten, der nicht hören konnte, dass er ein Rohr weglegen sollte

    Oklahoma City – Er kam der Aufforderung nicht nach, ein Rohr niederzulegen – daraufhin haben US-Polizisten einen gehörlosen Mann in Oklahoma City erschossen. Die Einsatzkräfte hätten nicht mitbekommen, dass Nachbarn herbeieilten und schrien, der Mann könne die Anweisung nicht hören, sagte Polizeichef Bo Mathews in einer Pressekonferenz. Zeugenaussagen zufolge sollen mindestens sechs Schüsse gefallen sein.

    Einer der Polizisten hatte ursprünglich wegen Fahrerflucht in der Gegend ermittelt. Dabei traf er den 35-Jährigen auf der Veranda seines Hauses an.

    Verstärkung geholt und geschossen

    Das spätere Opfer hielt Polizeichef Mathews zufolge eine etwa 60 Zentimeter lange Metallstange in der Hand. Daraufhin forderte der mit einem Elektroschocker ausgestattete Leutnant Verstärkung an. Der herbeigerufene Kollege habe schließlich kurz nach seinem Eintreffen mehrmals auf den Mann geschossen. Das Opfer wurde noch am Tatort für tot erklärt.

    Nachbarn zeigten sich der "New York Times" gegenüber bestürzt über den Vorfall. "Es schien, als seien sie nur gekommen, um ihn zu erschießen", zitierte die Zeitung Anrainer Julio Rayos. "Das passierte so schnell." Der gehörlose Mann sei bekannt dafür gewesen, bei Spaziergängen immer das Metallrohr bei sich zu getragen, um streunende Hunde zu vertreiben. Die Polizei untersucht den Vorfall. (APA/dpa 21.9.2017)

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