Männliche Wähler, eine wachsende Minderheit

19. September 2017, 08:02
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48 Prozent der Wählenden sind männlich – ihr Anteil nimmt aber zu

Wien – Was die Wahlberechtigten betrifft, sind die Männer zwar mit 48 Prozent in der Minderheit, sie holen aber auf. Am 15. Oktober sind um 0,62 Prozent mehr Männer wahlberechtigt als bei der Wahl 2013. Der Anteil der Frauen ging folglich zurück, er liegt nun bei knapp 52 Prozent.

Auslandsösterreicher stimmen mit

Insgesamt sind heuer mehr als 6,4 Millionen Österreicher wahlberechtigt. Das sind um 0,27 Prozent mehr als bei der letzten Nationalratswahl. Zurückzuführen ist dieser Anstieg vor allem auf die im Ausland lebenden Österreicher und Österreicherinnen. Hier kam es zu einem starken Zuwachs an Eingetragenen im Wählerverzeichnis: Verglichen mit der Nationalratswahl 2013 ist ihre Zahl um 18.362 auf jetzt 60.749 gewachsen. Das politische Gewicht der Stimmen aus dem Ausland ist jedoch immer noch recht bescheiden: 0,95 Prozent der Wahlberechtigten machen die Auslandsösterreicher jetzt aus, 2013 waren es 0,66 Prozent. Das Potenzial wäre viel größer: Geschätzt 350.000 bis 400.000 Auslandsösterreicher könnten in Österreich wählen.

Damit wären sie das siebent-größte Bundesland – zwischen Kärnten (440.207 Wahlberechtigte) und Salzburg (395.720). Unter den Bundesländern sind die wenigsten Stimmen (232.740) nach wie vor im Burgenland zu holen und die meisten in Niederösterreich (1,289.119). Wien hat zwar mehr Einwohner als Niederösterreich – weil aber viele Zugewanderte nicht eingebürgert sind, liegt die Zahl der Wahlberechtigten unter jener in Niederösterreich. (red, APA, 19.9.2017)

  • Der Anteil der Männer am Wahlvolk holt auf.
    foto: apa/gert eggenberger

    Der Anteil der Männer am Wahlvolk holt auf.

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