Digitalisierung: Startschuss für KMU-Förderpaket

    18. September 2017, 13:26
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    10 Mio. Euro im Fördertopf – Pro Unternehmen bis zu 4.000 Euro

    Die heimischen Unternehmen sehen die Digitalisierung laut einer Umfrage großteils positiv, viele wissen aber nicht, wie sie das Thema angehen sollen. Um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) digital fit zu machen, haben die WKÖ und das Wirtschaftsministerium nun eine Digitalisierungsoffensive auf den Weg gebracht. "KMU Digital – der Name ist Programm", sagte WKÖ-Präsident Christoph Leitl.

    Im Topf stecken 10 Mio. Euro, die aus dem Wirtschaftsministerium fließen. "Die Finanzierung ist bis Ende 2018 gesichert", so Leitl bei der Präsentation am Montag. Pro Unternehmen sind bis zu 4.000 Euro an Förderung möglich. Unterstützt werden unter anderem Beratungen für KMU, Qualifizierungen für Unternehmer und Mitarbeiter sowie Weiterbildungen und Zertifizierungen für Berater. Ein online "Status-Check", der zeigt, wo das Unternehmen gerade steht, sowie eine Erstberatung sind kostenlos. Die Offensive soll aber keine "Dauereinrichtung" werden, sondern einen Startimpuls geben.

    Gekommen, um zu bleiben

    Die heimischen Unternehmen seien sich jedenfalls bewusst, dass die Digitalisierung gekommen ist, um zu bleiben, so Wirtschaftsminister Harald Mahrer (ÖVP). Laut einer Marketagent-Umfrage im Auftrag der Wirtschaftskammer (WKÖ) glauben 84 Prozent der Unternehmen, dass digitale Technologien für ihr Geschäft in den kommenden fünf Jahren an Bedeutung gewinnen werden. Trotzdem haben oder entwickeln nur 41 Prozent der Unternehmen eine "Digital-Strategie".

    Als größte Vorteile der Digitalisierung sehen die Unternehmen einfachere Arbeitsabläufe sowie die Gewinnung neuer Märkte und Kunden. "Nichts ist vom Aussterben bedroht", so Leitl und verweist etwa auf einen "digitalen Schuster", dessen Dienstleistungen man auch online bestellen kann. "Nachhaltigkeit, weg von der Wegwerfgesellschaft, mehr reparieren lassen" – diese Trends brächten große Chancen für die österreichischen Unternehmen.

    Die Gefährdung der Datensicherheit und die Abhängigkeit von digitaler Infrastruktur sind in diesem Zusammenhang die größten Sorgen der Unternehmer. Bei der IT-Sicherheit habe sich die WKÖ aber ohnehin ein "Warnglöckchen" umgebunden und wolle die Betriebe sensibilisieren. (APA, 18.9. 2017)

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