Bawag muss einem Bankkunden 141.000 Euro plus Zinsen zurückzahlen

11. September 2017, 08:55
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Der Anleger unterzeichnete ein "Schrottpapier" ohne es zu wissen

Wien/Wals – Die Drei-Milliarden-Euro-Pleite des Baukonzerns Alpine hat nun für die BAWAG ein unangenehmes Nachspiel: Das Handelsgericht Wien hat die ehemalige Gewerkschaftsbank dazu verurteilt, einem Bankkunden, der die Alpine-Anleihetranche 2012 gezeichnet hat, 141.000 Euro plus Zinsen zurückzuzahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die BAWAG will "sich dazu nicht äußern", so der "Kurier".

Demnach kam das Gericht zum Schluss, dass die BAWAG P.S.K. im Jahr 2012 das interne Rating für die Anleihe herabstufte. Das Wertpapier wurde als "Quality-Junk-Bond", sprich "Schrottpapier" gehandelt, dem Zeichner der Anleihe war dies laut Bericht allerdings nicht bekannt. Das heißt: Die Anleihen wurden zum Beispiel als Sicherheit für einen Kredit von der Bank generell nicht akzeptiert. "Durch die Herabsetzung des internen Ratings stieg die Ausfallwahrscheinlichkeit exponentiell, was der BAWAG bekannt war", heißt es in dem Urteil. (APA, 11.9.2017)

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