Mattersburg läuft gegen Admira in Heimdebakel

9. September 2017, 20:30
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Doppelschlag vor der Pause als Knackpunkt – Maierhofer ausgeschlossen

Mattersburg – Die Admira hat sich am Samstag mit einem 5:0-(3:0)-Sieg in Mattersburg von der untersten Tabellenregion der Fußball-Bundesliga abgesetzt. Dank Toren von Dominik Starkl (5.), Thomas Ebner (43.) und Christoph Knasmüllner (45.) war das Match bereits zur Pause entschieden. Nach dem Wechsel machten Lukas Grozurek (52.) und Markus Wostry (90.) das Heimdebakel für die Burgenländer perfekt.

Die Admira verbesserte sich damit vorerst einen Zähler vor Rapid auf Rang sieben und liegt nun schon vier Punkte vor dem Vorletzten Mattersburg. Für die Niederösterreicher war es der erste Auswärtssieg nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie. Die Burgenländer sind nun schon seit fünf Spielen sieglos und kassierten bereits die dritte Heimniederlage en suite. Da aber auch Schlusslicht SKN St. Pölten zu Hause gegen Altach 1:2 (0:2) verlor, beträgt der Vorsprung auf den Relegationsrang weiter vier Zähler.

Tore entgegen Spielverlauf

In der ersten Hälfte machte Mattersburg das Spiel, die Tore schoss jedoch die Admira. Dabei hätte Andreas Gruber nach Vorlage von Stefan Maierhofer bereits wenige Sekunden nach Spielbeginn die Gastgeber in Führung bringen können, jagte den Ball aber über die Latte. Auf der Gegenseite schlug der Ball vier Minuten später nach einem abgefälschten Schuss von Starkl aus 20 Metern genau im Kreuzeck ein. Die Mattersburger bemühten sich danach, wurden aber im Gegensatz zur auf Konter lauernden Admira kaum gefährlich.

Unmittelbar vor der Pause sorgte ein Doppelschlag für die Vorentscheidung: Zunächst traf Linksverteidiger Ebner in seinem 150. Bundesliga-Spiel nach Flanke von Markus Lackner volley ins lange Eck, keine zwei Minuten später war dann Knasmüllner nach Stanglpass von Starkl zur Stelle. Und exakt sechs Minuten nach dem Wechsel schloss Grozurek einen Konter zum 4:0 ab.

Nur ein Treffer nach Maierhofer-Ausschluss

Da Stürmer Stefan Maierhofer nach einer knappen Stunde wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde, beendeten die Mattersburger die Partie nur zu zehnt. Ein Freistoß von Maximilian Sax, der nur knapp über die Latte zischte, hätte fast das 5:0 gebracht (68.), das im Finish Wostry nach Ebner-Flanke per Kopf besorgte.

Die einzige nennenswerte Chance der Hausherren resultierte ebenfalls aus einem Freistoß von Patrick Bürger, den Admira-Tormann Andreas Leitner in extremis zur Ecke klärte (72.). In der Nachspielzeit landete ein Schuss von Admira-Wechselspieler Philipp Posch noch an der Stange (95.). (APA, 9.9.2017)

7. Runde: SV Mattersburg – FC Flyeralarm Admira 0:5 (0:3)
Mattersburg, 2.200, Pappelstadion, SR Jäger.

Tore: 0:1 ( 5.) Starkl
0:2 (43.) Ebner
0:3 (45.) Knasmüllner
0:4 (52.) Grozurek
0:5 (90.) Wostry

Mattersburg: Kuster – Hart, Erhardt, Malic (54. Mahrer), Rath – Sittsam (50. Bürger), Jano – Okugawa, Perlak (68. Prevljak), Gruber – Maierhofer

Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Strauss, Ebner – Lackner, Toth (62. Maier) – Sax (69. Kalajdzic), Knasmüllner, Starkl (82. Posch) – Grozurek

Gelb-Rote Karte: Maierhofer (59./wiederholtes Foulspiel)

Gelbe Karten: Sax, Wostry, Toth

Stimmen:

Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): "Die Admiraner haben alles ausgenutzt, was wir nicht gut gemacht haben. Ich habe erstmals als Trainer drei Spiele hintereinander verloren. Die Abwehrzusammenstellung von mir war heute nicht gut, Malic war noch nicht so weit. Das Abwehrverhalten war heute einfach nicht gut genug. Die Niederlage war hochverdient. Die Unachtsamkeiten, die heute passiert sind, werden wir abstellen. Im Moment schießen wir viel zu wenig Tore und in der Defensive passieren uns viele schwere Fehler."

Damir Buric (Admira-Trainer): "Das war heute ein gutes Spiel von meiner Mannschaft. Wir haben viele Schwerpunkte umgesetzt, es ist alles zu hundert Prozent aufgegangen. Glückwunsch an meine Jungs. Wir haben in der letzten Woche viel Analyse betrieben. Wir haben den Matchplan und den Glauben an unser System wirklich gut umgesetzt – großer Respekt von mir dafür."

Patrick Bürger (Mattersburg-Spieler): "Wir haben heute blöde Tore gekriegt. Die Admira hat verdient gewonnen. Es waren einfach zu viele Unachtsamkeiten von uns."

Thomas Ebner (Admira-Torschütze in seinem 150. Bundesliga-Spiel): "Der Sieg war nicht unwichtig für uns. In den ersten zehn Minuten waren wir nicht so gut, dann sind wir immer besser ins Spiel gekommen. Wir waren heute sehr effektiv. Wir haben die Länderspielpause gut genutzt und uns gut vorbereitet auf das Match. Wir waren sehr fokussiert."

  • Der SVM war der Admira lange ebenbürtig, das Resultat verschweigt diesen Umstand.
    foto: apa/expa/thomas haumer

    Der SVM war der Admira lange ebenbürtig, das Resultat verschweigt diesen Umstand.

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