EZB: Österreich soll für Sparer in Griechenland haften und umgekehrt

6. September 2017, 11:15
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Daniele Nouy, Chefin der EZB-Bankenaufsicht, hält gemeinsame Einlagensicherung in Europa für überfällig

Frankfurt – Europa braucht nach Ansicht der Europäischen Zentralbank (EZB) endlich ein grenzübergreifendes System zum Schutz von Spargeldern. Eine Einlagensicherung auf europäischer Ebene sei "überfällig", sagte die Chefin der EZB-Bankenaufsicht, Daniele Nouy, bei einer Bankentagung am Mittwoch in Frankfurt.

"Banken werden inzwischen auf europäischer Ebene beaufsichtigt und abgewickelt, daher ist auch eine Einlagensicherung auf dieser Ebene sinnvoll. Das wäre ein weiterer Schritt hin zu einem effizienten, stabilen und wahrhaft europäischen Bankenmarkt", sagte Nouy.

Die Folge wäre, dass zum Beispiel Bankkunden in Österreich für Sparguthaben in Griechenland haften müssten. In Spanien und Italien mussten in den vergangenen Monaten mehrere Institute aufgefangen werden. (APA, dpa, 6.9.2017)

  • Chefin der EZB-Bankenaufsicht, Daniele Nouy, will eine solidarische Einlagensicherung in der Eurozone.
    foto: reuters / neil hall

    Chefin der EZB-Bankenaufsicht, Daniele Nouy, will eine solidarische Einlagensicherung in der Eurozone.

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