UN-Generalsekretär: Israels Siedlungen sind Friedenshindernis

29. August 2017, 16:00
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Antonio Guterres: Zweistaatenlösung ist einziger Weg zu Frieden in Nahost

Ramallah/Jerusalem – UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat bei einem Besuch in Ramallah die israelischen Siedlungen im Westjordanland als ein entscheidendes Problem bei der Lösung des Nahostkonflikts bezeichnet. "Es gibt viele Dinge, die getan werden müssen", sagte er am Dienstag.

"Aber die Besiedlung stellt ganz offensichtlich ein großes Hindernis in Bezug auf die Umsetzung der Zweistaatenlösung dar", so Guterres. Das sei der einzige Weg für Frieden in Nahost. Dabei soll neben Israel ein unabhängiger Staat Palästina entstehen.

Guterres war am Sonntag in Israel eingetroffen. Es ist sein erster Besuch in der Region seit seinem Amtsantritt. Am Montag hatte er Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Staatspräsident Reuven Rivlin getroffen.

Keine Räumungen mehr geplant

Netanjahu betonte am Montag bei einer Feier zu 50 Jahren israelischer Besiedlung des Westjordanlandes, dass Israel keine Siedlungen mehr räumen werde. "Wir sind hier, um zu bleiben, für immer", sagte er laut israelischen Medienberichten.

Der palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah sagte am Dienstag, die Chance auf eine Zweistaatenlösung verblasse. "Der Ausbau der Siedlungen eskaliert."

Israel hat während des Sechstagekriegs 1967 unter anderem das Westjordanland und Ostjerusalem erobert, das es später auch annektierte. Das Westjordanland kontrolliert es seither weitgehend. Knapp 600.000 Israelis wohnen in mehr als 200 Siedlungen im Westjordanland und in Ostjerusalem. (APA, 29.8.2017)

  • "Es gibt viele Dinge, die getan werden müssen", sagt UN-Generalsekretär Antonio Guterres. "Aber die Besiedlung stellt ganz offensichtlich ein großes Hindernis in Bezug auf die Umsetzung der Zweistaatenlösung dar."
    foto: reuters/mohamad torokman

    "Es gibt viele Dinge, die getan werden müssen", sagt UN-Generalsekretär Antonio Guterres. "Aber die Besiedlung stellt ganz offensichtlich ein großes Hindernis in Bezug auf die Umsetzung der Zweistaatenlösung dar."

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